Der Balkongarten

Ein eigener Garten auf dem Balkon

Welche Pflanzen eignen sich überhaupt für den Anbau auf dem Balkon?

Was gibt es Schöneres als keinen Naschgarten auf dem eigenen Balkon? Das hebt de Lebensqualität ungemein. Stellen Sie sich vor, wie Sie entspannt auf Ihrem Balkon sitzen. Genüsslich schlürfen Sie einen Tee aus frischer Minze, die Sie erst vorhin aus dem Blumenkasten geerntet haben, vielleicht gesüßt mit einem Blättchen der Steviapflanze, die dort ebenfalls wächst… dabei naschen Sie ein paar immertragende Erdbeeren und stellen fest, dass sogar die Minitomaten schon fast reif sind. Gleich werden Sie noch die herrlich duftenden Majoranblätter, etwas Schnittlauch und Petersilie abschneiden und in der Küche etwas Leckeres für sich und die Familie zubereiten. Das ist Glück pur! Und dazu noch ein gesunder Genuss, denn frischer geht es nicht…

Pflegeleicht und die Basis für jeden Nutz-Balkongarten sind Kräuter aller Art. Kräuter in Töpfen können Sie überall kaufen – sei es in einer Gärtnerei, im Baumarkt oder sogar im Supermarkt. Empfehlenswert sind natürlich Bio-Kräuter, die nicht mit chemischem Dünger oder Pestiziden vorbehandelt wurden. Oregano, Basilkum, Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse oder Minze – hier geht es ganz um Ihren persönlichen Geschmack. Die Vielfalt bereichert Ihre Küche sowie Ihre Auswahl an Kräutern für den Tee schon ungemein.

Balkongarten Bücher

Obwohl Kräuter an sich schon wenig Platz benötigen, können Sie hier manchmal noch weiteren Platz sparen. Ein Beispiel ist die Hängeminze, die noch mehr Ertrag auf minimaler Fläche liefer.

Neben Kräutern, Salaten und kleinwüchsigem Gemüse für die Balkonkästen eignen sich für den Balkongarten vor allem kleinere Obstgewächse und Beeren.

Als Pflanzgefäße eignen sich Töpfe und Hängetöpfe/Ampeln, Balkonkästen, Kübel, kleine Hochbeete und Pflanztaschen zum Aufhängen.

Im Kübel auf dem Balkon – (fast) alles geht!

Wenn Sie über große bis sehr große Pflanzgewäche verfügen (oder bereit sind, in diese recht hochpreisigen zu investieren), können Sie nahezu alles auf dem Balkon anbauen.

  • Kleinwüchsige Obstbäume z.B. Zierkirsche, Zwergkirsche, Säulenobst
  • Kleinwüchsige Obststräucher/Beeren z.B. Kiwi, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Holunder uvm.
  • Tomaten, vor allem kleine Sorten wie Cocktailtomate, Kirschtomate, Strauchtomate
  • Paprika, vor allem kleine Sorten wie Chili, Snack-Paprika
  • Blumen verschiedener Art im großen Topf oder Kübel

 

Was muss ich beim Balkongärtnern beachten?

  • Wasser, Wasser, Wasser! Da sämtliche Balkonpflanzen nur wenig Erde und damit auch nur wenig Feuchtigkeit zur Verfügung haben, müssen Sie regelmässig gießen, spätestens aber wenn sich die Erde trocken anfühlt. Gießen Sie aber auch nicht zu viel, denn die wenigsten Pflanzen mögen Staunässe. Das Wasser muss gut abfliesen können. Deshalb muss jedes Pflanzgefäß unten Löcher haben.
  • mehr düngen – aus dem gleichen Grund müssen Sie auf dem Balkon sogar Pflanzen düngen, bei denen Sie im Garten nie daran denken würden, z.B. Obstbäume. Schon beim Pflanzen sollten Sie einen Dauerdünger mit in die Erde geben und das bei jedem Umpflanzen wiederholen. Die meisten anderen Pflanzen können Sie im Prinzip wöchentlich düngen, spätestens aber wenn sich gelbe Blätter zeigen. Nur Salate und Kräuter sind genügsam und benötigen keinen Dünger. Ein Tipp für vertikale Beete – hier eignen sich Düngestäbchen gut, die man neben die Pflanze in die Erde steckt.
  • öfter umfplanzen und dabei die Erde erneuern
  • Säulenobst wächst in die Höhe und braucht deshalb wenig Platz. Die Früchte entwickeln sich ausschließlich direkt am Stamm. Falls Seitentriebe gebildet werden, muss man diese sofort wegschneiden (bzw. besser noch einmal jährlich im Juli), damit der Baum weiterhin am Stamm Früchte trägt. Falls Ihnen Ihr  Säulenbaum zu hoch wird, reicht ein einziger Schnitt auf die gewünschte Höhe.

 

Balkonobst: Obst & Beeren auf dem Balkon ziehen

Balkon-Obst

Generell können Sie fast jedes Obst und alle Beerensträucher auch auf Ihrem Balkon anpflanzen. Es sollten jedoch Sorten sein, die nur schwachwüchsig sind. Sogar Apfelbäume sind im Balkongarten möglich, sie bleiben natürlich klein, blühen im Prinzip aber sogar eher als im Garten.

Schauen Sie sich am besten erst einmal um, welche Sorten es für den Balkon gibt. Früher hat man einfach herrkömliche Obstsorten genommen und diese einfach in Kübel gepflanzt, doch in den letzten Jahren hat sich hier viel verändert. Das Balkongärtnern ist immer mehr in Mode gekommen und so wurden immer mehr spezielle Sorten bezüchtet, die sich für den Anbau im Topf also auch auf Balkon oder Terrasse eignen.

Achten Sie bei Obstbäumen auf veredelte schwachwüchsige Sorten. So eignet sich für Apfel- und Birnbäume beispielsweise eine langsam wachsende Quitte als Unterlage. Für Äpfel wie Birnen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: 1. Bäume in Säulenform und 2. Bäume mit einer schwachwüchsigen Unterlage in Buschform. Allerdings muss bei beiden Varianten der Topf groß bzw. hoch genug sein. Unser Tipp für die zweite Möglichkeit ist bei Birnbäumen die Sorte „Conference“, eine Williams-Christ-Birne, die auch im Topf sehr ertragreich ist. Bei Apfelbäumen gibt es viele geeignete Sorten.

Hier eine Auswahl der beliebtesten Balkon-Obstsorten:

Für die meisten Menschen eignen sich die speziellen Balkon-Sorten am besten. Sie können im Prinzip jedoch (fast) alles auf Ihrem Balkon anbauen, wenn Sie ausreichend große Pflanzgefässe haben und der Balkon nicht gerade in Richtung Norden zeigt. Ideal ist ein Südbalkon, vor allem bei den exotischeren Obstbäumen wie Feige oder Kiwi..

Sogar normale Zucker- oder Wassermelonen gehen, wenn Ihnen wirklich sehr große Kübel zur Verfügung stehen. Weiterhin ist ausreichend Dünger beim Gärtnern auf dem Balkon besonders wichtig.

 

Gemüse auf dem Balkon ziehen

Balkon-Gemüse
Balkon-Hochbeete

Möchten Sie sich mit Ihrem Küchenbalkon selbstversorgen? Dann brauchen Sie ertragreiche Gemüsepflanzen, die sich für den Anbau auf dem Balkon eignen.

Am besten eignen sich Mini-Hochbeete für den Anbau von Balkongemüse. Im Hochbeet gedeihen Gemüse mitunter sogar besser als im Freiland, denn es gibt hier keine Schnecken, kaum oder keine anderen Schädlinge und auch fast kein Unkraut. Zudem ist die Erde im Hochbeet normalerweise besser als durchschnittliche Gartenerde, nämlich locker und nährstoffreich, was für zügiges und üppiges Wachstum sorgt. Dazu kommt noch, daß meistens auf einem Balkon besseres Klima herrscht. Durch die Sonne heizt sich die Hausfassade und die Seitenwände des Balkons auf. Somit profitieren die Pflanzen von der Wärme und wachsen besser.

Hier finden Sie passende Mini-Hochbeete: Balkon-Hochbeete

Letzteres ist auch ein Argument für sog. Vertikalbeete, vertikale Hochbeete zum Hinstellen oder Anschrauben oder Pflanztaschen zum Aufhängen. Vertikales Gärtnern ist immer mehr im Kommen sind, denn Sie können damit auf ganz wenig Platz beachtliche Mengen anpflanzen.

Welche Pflanzen eigenen sich für den Wandgarten?
Selbst in vertikalen Gefäßen, in denen nur wenig Erde Platz hat, wachsen anspruchslose Pflanzen wie Salate und Kräuter hervorragend. Kompakte buschige Pflanzen oder auch Pflanzen, die herabhängen, d.h. die eher Ranken statt Ästen bilden. Auch kleinfrüchte Tomaten eignen sich also für die oberen Plätze im vertikalen Beet.
In die unterste Etage könnten Sie Süßkartoffeln pflanzen, die mit ihrem dichten und schmucken Laubwerk die Basis bilden. Auch die Lobelie (Männertreu) schließt das Beet mit üppigem Wuchs und unzähligen kleinen Blüten  nach unten hin ab und bringt zudem Farbe hinein.

Hier finden Sie die aktuell verfügbaren Vertikalen-Pflanzgefäße: Vertikale Beete

Wie eben schon erwähnt, können Sie sogar Kartoffeln oder Süßkartoffeln auf Ihrem Balkon ziehen! Das geht in einer großen Pflanztasche bzw. einem Pflanzsack oder in einem speziellen Kartoffel-Pflanztopf. Letzterer hat einen doppelten Boden, wobei man den inneren nach oben herausziehen kann. Sie können dann schon zwischendurch etwas ernten, indem Sie ein paar Kartoffeln oder Süßkartoffeln entnehmen. Außerdem ist die Ernte mit so einem Topf auf dem Balkon einfacher und sauberer.
Süßkartoffeln sind übrigens im Zweifelsfall die bessere Wahl, weil ihre Blätter auch noch schön aussehen, während das Laub der normalen Kartoffel nicht besonders hübsch ist. Dafür haben Kartoffeln allerdings hübsche Blüten, die auch gerne von Insekten besucht werden.

Das Vorziehen einiger Balkonpflanzen ist in jedem Fall sinnvoll, um die Gartensaison ideal auszunutzen. Vor allem Gemüse wie Tomaten, Paprika, Kürbisgewächse, Kohl, Radieschen, Spinat oder Salat lässt sich gut auf der Fensterbank säen und groß ziehen. Paprika und Chili können ab Januar vorgezogen werden, Salat schon ab Januar/Februar, Kohl und Tomaten ab März, Kürbis, Gurken und Zucchini ab April.

Bevor Sie die die Pflänzchen endgültig nach draußen setzen, sollten Sie sie abhärten. Das geschieht, indem Sie sie stundenweise nach draußen stellen, zuerst in den Schatten, dann 10 Minuten direkt in die Sonne und dann täglich ein wenig länger in die Sonne. Wer seine Pflanzen nicht abhärtet, riskiert verbrannte Blätter und verliert wertvolle Zeit bei der Aufzucht während die Pflanze ganz neue Blätter bilden muss.

…und hier eine erste Auswahl an Balkon-Gemüse

Sehr pflegeleicht wie auch anspruchslos sind auch Steckzwiebeln und Knoblauch. Beide brauchen allerdings mehrere Monate bis zur Ernte der Knollen. Das frische Grün kann allerdings ganzjährig geerntet werden und eignet sich als Beilage zu allen möglichen Gerichten oder auch zum Käsebrot. Gerade wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben, können Sie die Zwiebelchen zwischen Ihre Salate stecken. Statt dem gekauften Steckknoblauch können Sie auch normale Knoblauchzehen, die in der Küche übrig bleiben, einfach irgendwo auf ihrem Balkon in die Erde stecken. Auch ein Blumenkasten ist denkbar. Sie können schnell das Grün ernten oder mit etwas Glück ein halbes Jahr späte neue Knoblauchknollen. Wenn Sie es nur auf das Grün abgesehen haben, können Sie auch Schnittknoblauch aussäen.
Wenig Platz benötigt auch die Etagenzwiebel, die wie der Name schon andeutet, in mehreren Etagen wächst. Das bedeutet, man erntet nicht die Knolle im Boden, sondern stattdessen werden kleine Zwiebelchen in der Luft gebildet. Die Pflanze liegt im Trend, ist aber oft noch recht schwierig zu bekommen.

Bohnen wachsen ebenfalls zur Not auf dem Balkon. Dabei nimmt man normale Samen von Buschbohnen oder Stangenbohnen. Erstere wachsen buschig, letztere benötigen eine Rankhilfe. Dafür können Sie beispielsweise einfach einige Stäbe am Rand eines großen Topfes in die Erde stecken und diese oben überkreuzen und zusammenbinden (wie ein Indianer-Tipi). Dabei sollten Sie während des Wachstums der Ranken immer wieder kontrollieren, wohin diese wachsen und sie bei Bedarf um die Stangen legen. Je nach Vermieter und Nachbarn können Sie Ihre Stangenbohnen vielleicht auch am Geländer ranken lassen. Das wäre sogar eine schön grüne Zierde und auch ein Sichtschutz. Neben Sie statt normaler Stangenbohnen lieber Prunkbohnen, können Sie sich auch noch an den kräftig roten Blüten erfreuen.
Bei Buschbohnen ist der Aufwand wesentlich weniger groß, dafür der Ertrag natürlich auch viel geringer. Für Balkon-Anfänger oder einfach mal zum Ausprobieren, würden wir deshalb Buschbohnen empfehlen.

Seitdem das Gärtnern auf kleinstem Raum so populär geworden ist, hat man begonnen, spezielle kleinwüchsige Gemüsesorten zu ziehen. Obwohl man im Prinzip fast jedes Gemüse mit großen Pflanzgefässen und Kübeln auch auf dem Balkon anbauen kann, ist diese Entwicklung sehr zu begrüssen. Die speziellen Balkongemüse haben kleinere Früchte und reifen schneller. Somit können Sie auch öfter eine Kleinigkeit ernten – und das ist es ja, worauf es ankommt. Der durchschnittliche Balkongärtner will sich ja nicht gleich komplett selbst versorgen, sondern lieber öfter mal eine Kleinigkeit naschen bzw. seine Gerichte mit selbst gezogenem Gemüse ergänzen. Obwohl der Selbstversorgung nichts im Wege steht, wenn Sie über einen sehr großen Süd-Balkon oder sogar eine Dachterrasse verfügen!

Hier eine Auswahl der beliebtesten Balkon-Gemüsesorten:

 

Salat – pflegeleichtes Balkon-Grünzeug

Salate

Salate brauchen bei weitem nicht so viele Nährstoffe wie andere Gemüsepflanzen. Dazu sind sie pflegeleicht und wachsen relativ schnell. Salate benötigen auch nicht so viel Platz und lassen sich deshalb sehr gut im Balkonkasten ziehen.

Welche Salat-Sorten eignen sich am besten für den Balkongarten?

Am einfachsten ist der Anbau von Asia-Salaten, da diese auch in den Wintermonaten wachsen. Wenn Ihr Balkon darüberhinaus noch etwas geschützt liegt, wachsen die Asia-Salate sogar im Winter weiter. Bezüglich des Geschmacks gibt es scharfe und milde Sorten. Fast alle gehören zur Familie der Kohlgewächse, zu denen übrigens auch Radieschen zählen.

Auch der Feldsalat ist pflegeleicht und lässt sich über den Winter anbauen. Er kann auch in recht flachen Schalen angebaut werden, da er nicht so tief wurzelt. Im Herbst ausgesät können Sie ihn schon im Winter ernten sowie auch im zeitigen Frühjahr, bevor er anfängt zu blühen.

Immer populärer wird auch der Anbau von Spinat, der sowohl als Salat oder als Gemüse verzehrt werden kann. Es gibt Sorten für den Winter (Winterspinat) und für das Frühjahr.

Im Prinzip eignen sich alle Salatsorten für den Balkonanbau: Salat-Samen

 

Blumen auf dem Balkon

Balkonblumen

Bezüglich der Blumen auf Ihrem Balkon sind der der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Außer besonders große oder starkwüchsige Blumen oder Stauden, von denen es keine kleinwüchsigen Sorten gibt, die sich für den Balkon eignen, können Sie fast alle Blumen auch als Balkonblumen ziehen.

Zu den typischen Balkonblumen zählen jedoch kleinblütige Pflanzen wie Petunien. Petunien gibt es in allen möglichen Farben gibt und sie blühen den ganzen Sommer über. Sie wachsen gut in Hängeampeln oder Balkonkästen. Tipp: Schon im Februar, März oder spätestens im April in Töpfen aussäen und auf der Fensterbank vorziehen.

Weiterhin eignen sich Kapuzinerkresse, niedriger Phlox (Flammenblume), Landnelken, Ziersalbei, Kornblumen, Löwenmäulchen, Tausendschön, Erika/Heide, Steinkraut, Wicken, Jungfer im Grünen, Portulakröschen uvm.

Besonders pflegeleicht, da sie Trockenheit ganz gut vertragen sind Studentenblume/Tagetes, Schleifenblume, Duftsteinrich, Leinkraut, Zwergzinnie und Schleierkraut.

Sogar von der Hortensie gibt es Balkon-Sorten, die entweder kleinwüchsiger sind oder als Hochstamm gezüchtet wurden.

Es müssen aber nicht immer Pflanzen sein, die man schon seit Jahrzehnten aus dem Garten kennt. Die Vielfalt der Blumenarten und -sorten ist so groß, dass man ruhig mal etwas ganz Neues ausprobieren kann. Zu den neuen, kleinen Stars aus Balkon und Terrasse gehören nämlich die Lewisien, auch bekannt als Bitterwurz. Sie blühen in rot, rosa, pink, gelb oder weiß und sind besonders robust und pflegeleicht. Sie benötigen keine gute Pflanzerde, sondern wachsen am besten im mageren Boden. Sie brauchen sehr wenig Wasser und vertragen absolut keine Staunässe. Das ist auch das einzige, was man beachten muss. Lewisien sind nämlich sukkulente Pflanzen, d.h. sie speichern Wasser lange in ihren fleischigen Blättern. Es sind ideale Blumen für Menschen, die öfters mal übers Wochenende weg sind und nicht täglich gießen wollen oder können!

Bei allen Blumensorten sollten Sie übrigens der Bienen zuliebe auf nicht gefüllte Blüten achten! Informationen zum Thema finden Sie hier: Welche Pflanzen sind eine gute Bienenweide?

Hier finden Sie eine große Auswahl an geeigneten Balkonblumen

Tipp zum Thema Sichtschutz:
Wer schön anzusehende Blumen genießen möchte und sich gleichzeitig einen Sichtschutz zu den Nachbarn wünscht, der ist mit Wicken gut beraten! Die Pflanzen brauchen allerdings ein Rankgitter. Es sei denn, sie möchten den Topf mit den Wicken auf den Boden stellen, so dass das Balkongeländer berankt werden kann. Für mich persönlich ist die beste Entscheidung die Duftwicke. Sie wächst zügig, blüht üppig und duftet hervorragend.

Rosen auf dem Balkon – geht das?
Kurz gesagt: ja. Wenn Sie alles richtig machen, werden Rosen auf dem Balkon Sie den ganzen Sommer über mit ihren Blüten und je nach Sorte mit ihrem Duft erfreuen. Mit einer kurzen Pause, doch wenn Sie eine frühblühende und eine spätblühende Rosensorte kombinieren, muss auch das nicht sein. Wer sich einmal die Mühe macht, beim Pflanzen auf alle wichtigen Punkte zu achten, wird danach jahrelang dafür belohnt. So um die 4 Jahre wird Ihre Rose sich dann wohlfühlen und überschwenglich blühen. Was muss man also dafür tun?
Das wichtigste ist ein wirklich großer Kübel, der ca. 40 cm hoch ist und auch breit genug. Der Topf muss zudem unten Löcher haben, damit übriges Wasser abfliessen kann. Am besten decken Sie die Löcher mit Tonscherben ab, damit sie nicht verstopfen können. Ein hoher und breiter Topf ist einfach nötig, damit die Rose sich noch weiterhin gut entwickeln kann. Selbst wenn Sie sich für eine kleine Rose entscheiden, ist diese Topfhöhe nötig.
Dann müssen Sie unten für eine gute Drainage aus Blähton oder Kies sorgen, denn die Rosen dürfen nie ganz austrocknen, aber es darf auch keine Staunässe entstehen. Anschließend geben Sie eine Lage Vlies (oder ein altes Stück Gardine oder lockeren Stoff) über die Drainage, damit die Erde nicht zwischen die Steine kommt.
Nun brauchen Sie eine gute Erde, beispielsweise hochwertige Pflanzerde oder eine gute Gartenerde. Wichtig ist, daß der PH-Wert zwischen 6 und 6,5 liegt. Mit einer speziellen Rosenerde gehen Sie natürlich auf Nummer Sicher. Warum ist der PH-Wert so wichtig? Weil die Rose sonst die Nährstoffe nicht so gut aufnehmen kann und folglich schlechter wächst und nicht so schön blüht.
Beim Einpflanzen achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle 2-3 cm unter der Erde liegt.

Beliebte Balkonrosen sind beispielsweise Rosen-Halbstämme, die sich im großen Kübel durchaus wohlfühlen können.

Eine weitere Bereichung für Ihren Balkon sind die speziellen Zwergrosen, die ebenfalls für Kübel und je nach Sorte sogar für Balkonkästen geeignet sind. Bitte achten Sie unbedingt auf die genaue Produktbeschreibung!

 

Balkonpflanzen düngen – wann, wieviel und womit?

Balkondünger

Generell sollten Sie alle Pflanzen düngen, wenn sie im Frühjahr sowieso mit dem Wachstum beginnen. Idealerweise düngen Sie zu Beginn des Frühjahrs zunächst nur wenig oder erstmal nur mit Komposterde, falls Ihnen welche zur Verfügung steht und dann 4 Wochen später die Normaldosis. Der Hintergrund ist, dass die Pflanzen direkt nach dem Winter noch nicht so viele Nährstoffe aufnehmen und verarbeiten können.

Das Düngen mit Komposterde wird den Balkonpflanzen auf Dauer kaum ausreichen, denn es ist gar nicht so viel Platz für Erde vorhanden, wie man bräuchte, wenn man nur mit Kompost düngen würde. Die meisten Balkongärtner haben aber sowieso keinen Kompost, so daß sich das Problem gar nicht ergibt.

Es gibt 3 Arten Dünger: Dünger für Blattpflanzen, Dünger für Blühpflanzen und Dünger für Pflanzen, deren Früchte wir ernten möchten.

Lesen Sie auf der Packung genau nach, wieviel von welchem Dünger nötig ist und halten sich so genau wie möglich daran.

Generell ist ein Dauerdünger auf dem Balkon (oder der Terrasse) empfehlenswert, da jede hier angebaute Pflanze sehr wenig Erde zur Verfügung hat.

Es gibt aber verschiedene Formen und Arten, wie man den Dünger ausbringen kann. Praktisch auf dem Balkon sind beispielsweise Düngestäbchen.

Hier finden Sie Balkondünger

Wer einen ganz natürlichen Dünger selbst herstellen möchte, wie man es im Garten mit einem Komposthaufen macht, kann einen Wurmkompost anlegen. Hier erfahren Sie, was dafür nötig ist: Wurmhumus selbst herstellen

 

Bücher für Balkongärtner

Ein wenig Literatur ist für das Basiswissen als Balkongärtner fast unabdingbar, nicht nur am Anfang, sondern auch zum späteren Nachschlagen.

 

Einkaufsliste für Ihren Balkongarten

Was brauche ich für das Einrichten eines kleineren oder größeren Gartens auf meinem Balkon an Utensilien, Töpfen, Samen und Dünger? Wo beziehe ich die geeigneten Samen?

Zuerst einmal benötigen Sie passende

Pflanzgefässe

    • Balkon-Hochbeete – Mini-Hochbeete für den Balkon
    • Pflanztaschen – zum platzsparenden Aufhängen an die Balkonwände
    • Hängetöpfe – gibt es in groß für das Balkongeländer und in klein, um sie an andere Töpfe oder anderswo anzuhängen
    • Ampeln – verschiedene Arten von Hängeampeln gibt es in jeder Größe, Form und Farbe
    • Balkonkästen – Kästen zum Aufhängen am Geländer
    • Kästen mit Bewässerungssystem – Balkonkästen mit doppeltem Boden für das Speichern von Wasser, für eine langanhaltende Bewässerung

dann die gewünschten

Pflanzen

    • Balkonobst – Kleine Obstbäume und Beerensträucher für den Balkon: Apfel, Birne, Kirsche/Sauerkirsche, Pflaume, Stachelbeere, Pfirsich, Aprikose
    • Balkon-Gemüse – Mini-Wassermelone, Mini-Gurke, Snack-Paprika, Chili, kurze Möhren, Buschtomate uvm.
    • Balkonblumen – Samen und Pflanzen von Blumen für den Balkon
    • Kräuter – Küchenkräuter für den Balkon als Samen oder Pflanzen

und nicht zuletzt

Dünger & weiteres Zubehör

 

Welche Arbeiten sind im Balkongarten zu erledigen?

Frühling:

  • Pflanzen mit langer Anlaufzeit vorziehen, z.B. Tomaten, Paprika, Gurken
  • Die Erde in den flachen Balkonkästen austauschen, mind. alle 2-3 Jahre, besser jedes Jahr
  • Kübelpflanzen zurückschneiden (spät blühende Pflanzen)
  • Balkonpflanzen düngen
  • Mitte Mai die frostempfindlichen Pflanzen auspflanzen, z.B. Tomate, Chili, Gurke,…

Sommer:

  • Balkonpflanzen düngen
  • nachsäen / pflanzen
  • gießen
  • ernten
  • was tun, wenn man aus dem Urlaub kommt und einige Pflanzen sind vertrocknet? Versuchen Sie zu retten, was zu retten ist: Nehmen Sie die gesamte Pflanze aus dem Topf und tauchen Sie komplett in Wasser, so daß sich der Wurzelballen richtig vollsaugen kann. Vertrocknete Blätter und Äste zurückschneiden und hoffen, dass die Pflanze neu austreibt. Wenn sie überlebt hat, wird sie sich spätestens bis zum nächsten Jahr richtig erholt haben.

Herbst:

  • Kübelpflanzen zurückschneiden (frühblühende Pflanzen)
  • zu überwinternde Pflanzen in Keller oder Wintergarten umquartieren
  • Steckzwiebeln und Knoblauch stecken
  • Asia-Salate, Feldsalat und Winter-Spinat säen

Winter:

  • auf dem Balkon verbleibende Pflanzen evtl. mit Vlies schützen, wenn es richtig kalt wird
  • gelegentlich gießen, denn die meisten Pflanzen, die im Winter eingehen, erfrieren nicht, sondern verdursten!

 

Auszeichnungen für Gärtnern, Pflanzen und Garten

Balkonpflanze des Jahres: Bisher ausgezeichnet wurden verschiedene Begonien, Duft-Steinrich, Petunien, Dahlien, Geranien, Pelargonien, Verbenen, die Schwarzäugige Susanne, Strohblume und viele weitere Blumen.