Beeren im Garten

Beeren selbst anbauen

Beeren, ob wild oder aus dem eigenen Garten, kennen die meisten Menschen seit ihrer eigenen Kindheit. Und so wollen sie oft auch die eigenen Kinder durch Sammeln oder Anbau von leckerem Beerenobst an Natur und Garten heranführen.

Der Abwechslung in Ihrem Obstgarten sind heutzutage keine Grenzen gesetzt, denn es gibt nicht mehr nur die klassischen Beerenfrüchte wie Himbeeren und Brombeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren, mit denen unsere Eltern und teilweise auch wir aufgewachsen sind.
Zusätzlich finden Sie in jedem Baumarkt und Gartencenter eine Vielzahl an Misch- und Neuzüchtungen wie die Jostabeere, Tayberry, Vitalbeere und andere. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor.
Wer statt der modernen Züchtungen lieber auf die bei uns heimischen und altbekannten Beeren zurückgreift, kann hier weiterlesen: Klassische Beeren

 

Heidelbeere – Blaubeere

Heidelbeere

Heidelbeeren alias Blaubeeren gab es immer schon in unseren hemischen Wäldern, jedenfalls was die echte Heidebeere betrifft. Die Früchte, die wir heutzutage im Supermarkt kaufen können und in unseren Gärten anbauen, ist allerdings die Amerikanische Heidelbeere, auch Kulturheidelbeere genannt.

Inhaltsstoffe in Heidelbeeren sind Vitamin C, Beta Carotin, Eisen, Kalium, Natrium. Außerdem sind in Heidelbeeren Anthocyane enthalten. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole), die sogar vor Krebs schützen sollen (antioxidativ).

Vor allem aber sind die blauen Beeren sehr lecker und schon deshalb beliebt bei Jung und Alt. Außerdem sind die Amerikanischen Heidelbeeren auch wesentlich größer und viel länger haltbar. Die einheimische Heidelbeere lässt sich leider nicht in Kulturen anbauen.

Das Fruchfleisch ist hell und nicht dunkel, d.h. die Beeren enthalten wesentlich weniger der blau-färbenden Inhaltsstoffe und damit auch weniger der gesunden Anthocyane. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole). Trotzdem sind allerdings noch mehr dieser wertvollen Inhaltsstoffe enthalten als in vielen anderen Früchten. Außerdem sind Gerbstoffe in den Blaubeeren enthalten, die Entzündungen lindern können und vermutlich für die stopfende Wirkung verantwortlich sind. Der Volksmund sagt jedenfalls, dass Heidelbeeren bei Durchfall helfen.
Außerdem sind in den Beeren weit weniger Zucker enthalten als in großen Früchten.

Wenn Sie Heidelbeeren im eigenen Garten anpflanzen möchten, bedenken Sie, daß die Sträucher saure Erde benötigen. Somit gedeihen Sie ideal im Rhododendron- oder Moorbeet, falls Sie schon eines haben. Ansonsten kaufen Sie einfach die spezielle saure Pflanzerde (Moorbeeterde) und es steht dem gesunden Wachstum der Pflanzen nichts im Wege. Ansonsten sind die Kulturheidelbeeren nämlich recht anspruchslos und benötigen eher wenig Dünger. Am besten schaffen Sie sich zwei verschiedene Sorten an, dann ist der Ertrag beider Sorten wesentlich höher.

Hier bestellen: Heidelbeere – Pflanzen & Beeren

 

Kiwi

Kiwi-Pflanzen

Immer mehr Gärtner bauen Kiwis im eigenen Garten an. Dabei sind die Früchte kleiner als die, die wir aus dem Supermarkt kennen. Außerdem kann diese Mini-Kiwis mitsamt der Schale verzehren, denn sie sind glattschalig.

Beachten Sie, dass man immer mindestens zwei Kiwi-Pflanzen benötigen – eine weibliche und eine männliche. Die Früchte sind dann später an der weiblichen Pflanze zu finden, die männliche ist für die Befruchtung nötig. Man nennt das zweihäusige Pflanzen. Wenn Sie also mehrere Kiwis anpflanzen möchten, reicht eine männliche Pflanze für mehrere weibliche Kiwipflanzen aus. Es gibt zwar schon selbstbefruchtende Kiwis, diese sind jedoch meistens nicht ausreichend frosthart.

Kiwis sind Kletterpflanzen und Schlingpflanzen. Sie wachsen recht schnell und brauchen unbedingt ein Rankgerüst.

Ansonsten ist wichtig für die Pflege ihrer Kiwi, dass sie möglichst sonnig steht und der Boden nie ganz austrocknet. Die Beeren selbst lieben die Sonne, doch der Fuß der Pflanze würde sich im Schatten am wohlsten fühlen, ähnlich wie es bei der Clematis ist. Wenn es längere Zeit nicht regnet, muss also auch mal gegossen werden.

Es gibt verschiedene Kiwi-Sorten wie Jenny, Issai, Julia, Cinderella, Kens Red, Jumbo (Red Jumbo, Fresh Jumbo, Super Jumbo) und die Bayern-Kiwi Weiki. Darunter sind sogar einige rote Sorten. Der Geschmack ist bei allen von uns getesteten Sorten sehr gut.

Erntereif sind die Mini-Kiwis, wenn die ersten Früchte weich sind und süß schmecken. Dann ist die richtige Zeit, um alle Beeren zu ernten, auch die, die noch hart sind.

Hier Kiwisorten aussuchen und bestellen: Kiwi – Pflanzen

 

Aronia – Apfelbeere

Aronia–Apfelbeere

Aronia / Apfelbeeren schmecken süß-säuerlich mit einer leicht herben Note. Wie der Name schon andeutet, sind Aroniabeeren mit dem Apfel verwandt. Die ursprüngliche Heimat von Aronia melanocarpa ist Nordamerika, deshalb ist sie besonders frosthart. Die Beeren werden normalerweise nicht roh gegessen, schmecken aber vorzüglich als Saft oder Marmelade/Konfitüre. Die Büsche blühen im Frühjahr wunderschön weiß an den sternförmigen Dolden. Im Herbst färbt sich das Laub wunderschön gelb und rot.

Natürlich können Sie Aronia Pflanzen im eigenen Garten anbauen. Die Pflanze ist selbstbefruchtend, anspruchslos und wird bis zu 2,50m hoch. Aronia ist ein hübscher Zierstrauch. Im Frühling bezaubert er mit weiß blühenden Dolden und im Herbst mit einer wunderschönen gelb-roten Blattfärbung. Bekannte Sorten der Apfelbeere (Aronia melanocarpa) sind beispielsweise Aron, Viking und Nero. Es gibt aber auch eine Wildform mit deutlich kleineren Beeren. Die neueren Sorten kann man auch roh essen.

Die Früchte enthalten besonders viel Mangan. Mangan ist ein für den Menschen wichtiges Spurenelement, welches dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Darüberhinaus sind die Aroniabeeren auch sehr vitaminreich. Die Apfelbeeren enthalten außerdem viele wertvolle Anthocyane (sekundäre Pflanzenstoffe).

In welcher Form kann man Aronia zu sich nehmen? Da die Beeren roh doch etwas herb sind, werden sie fast immer zu leckeren Köstlichkeiten weiter verarbeitet. Es gibt vielfältige Produkte aus Apfelbeeren, beispielsweise Aroniabeerensaft (Direktsaft/Muttersaft/Nektar), getrocknete Aroniabeeren, Aronia-Pulver, Kapseln und Trinkampullen zu kaufen. Weiterhin gibt es speziellen Tee aus Aroniatrester, Apfelbeere-Konfitüre und -Fruchtaufstrich, -Glühwein, Sirup, mit Zartbitter schokolierte Beeren und noch vieles mehr.

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Aronia-Bücher
Aronia-Pflanzen
Aronia-Produkte

 

Weinbeere

Japanische Weinbeere

Die Japanische Weinbeere ist pflegeleicht und sehr schmackhaft. Ursprünglich kommt die Weinbeere wie viele moderne und gesundere Beeren aus Asien. Das hat den Vorteil, daß sie kaum von heimischen Schädlingen befallen wird.

Ihr Aussehen erinnert ein bißchen an Brombeere und ihre rote Farbe an die Himbeere. Daher kommt auch der Zweiname Rotborstige Himbeere. Dazu glänzen die Beeren und sehen dadurch sehr appetitlich aus. Der Ertrag der Weinbeeren ist normalerweise recht hoch und der Geschmack aromatisch süß.

Der optimale Standort der Pflanze ist sonnig und der Boden kalkhaltig bis neutral. Ganz ideal ist es, wenn der untere Teil der Pflanze leicht im Schatten liegt, ähnlich wie bei der Clematis. Die Weinbeere benötigt nämlich viel Wasser zum Wachsen der 1-3 m langen Ranken, weshalb der Standort auch nie ganz austrocknen sollte.

Auch im Winter macht sich der Strauch der Weinbeere gut im Garten, denn ihr Stamm ist kräftig rot. Nicht nur deshalb eignet sich die Weinbeere zum Beranken von Zäunen, Gerüsten und Spalieren. Ein idealer essbarer Sichtschutz zu Ihren Nachbarn.

Hier bestellen: Weinbeer-Pflanzen

 

Gooji-Beere – Bocksdorn

Goji-Beere

Die Goji-Beeren kommen aus Asien als Frucht der Langlebigkeit zu uns, wo sie u.a. bei Müdigkeit, Stress und Gedächtnisschwäche verwendet werden.

Doch man kannte die Pflanze schon früher in unseren Breiten unter dem Namen Gemeiner Bocksdorn (lycium barbarum) oder Wolfsbeere. Doch Vorsicht, es handelt sich nicht exakt um die gleiche Pflanze. Wer auf die Heilkräfte wert legt, sollte drauf achten, eine Goji-Pflanze mit dem lateinischen Namen Lycium chinensis zu erhalten. Fragen Sie auch im Fachhandel sicherheitshalber einmal mehr nach, ob es sich auch wirklich um die richtige Pflanze handelt.

Die Goji-Beere ist an sich selbstbefruchtend, doch eine andere Sorte erhöht den Ertrag. Die Ernte der Gojibeeren erfolgt von August bis Oktober.

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Goji-Beeren-Produkte
Goji-Pflanzen

 

Vitalbeere aus China

Vitalbeere

Die Vitalbeere wird auch Chinabeere, Schisandra chinensis, Wu-Wei-Zi Beere oder Schisandra-Beere genannt.

In China ist die Vitalbeere eine der wichtigsten traditionellen Heilpflanzen. Aus diesem Grund gibt es den Extrakt schonlängst bei uns in Form von Kapseln zu kaufen. Nun erobert die Vitalbeere nach und nach auch unsere Gärten.

Die dekorative Pflanze ist Selbstbefruchter und gedeiht auch gut im Halbschatten. Im Winter wirft die pflegeleichte Pflanze ihre Blätter ab, die im nächsten Frühjahr neu wachsen. Die Früchte hängen in Trauben herunter und werden im Herbst geerntet.

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Vitalbeere-Pflanzen
Vitalbeere-Produkte

 

Preiselbeere und Cranberry

Preiselbeere
Cranberry

Die Preiselbeere (vaccinium vitis-idaea) kennt man wie die Heidelbeere schon immer in unseren Breiten. Sie wächst als kleiner Strauch, sozusagen als Zwergstrauch. Erntezeit ist frühestens der September.

Die Cranberry (vaccinium macrocarpon) wurde erst in den letzen Jahrzehnten bei uns bekannt. Sie wird auch Kranichbeere oder großfrüchtige Moosbeere genannt. Die Cranberry wächst als Zwergstrauch, der auch als Bodendecker eingesetzt werden kann.

Wie Heidelbeeren benötigen Preiselbeeren und Cranberry-Sträucher im Garten einen sauren Boden, d.h. Sie besorgen sich am besten Moorbeeterde oder pflanzen die Sträucher in Ihr Rhododendronbeet. Ansonsten zeigen sich die Pflanzen im Garten pflegeleicht. Zu lange Triebe kann man regelmässig zurückschneiden, damit die Äste sich besser verzweigen. Aufrechte Kurztriebe aber stehen lassen, denn diese bringen im nächsten Jahr die Blüten und später die Früchte hervor.

Der Geschmack beider Beerenarten aus der Familie der Heidekrautgewächse ist herb-sauer und leicht bitter, was einen wunderbaren Kontrast zu Fleisch, Wild, Geflügel oder Käse wie Camembert darstellt.

Auch die Inhaltsstoffe beider Beeren sind sich sehr ähnlich. Sie enthalten viele Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Zink, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. Gerbstoffe, Flavonoide und Polyphenole.

Was sind die Unterschiede zwischen Preiselbeere und Cranberry?
1. Cranberries sind deutlich größer als unsere heimischen Preiselbeeren.
2. Cranberries kommen aus Nordamerika, Preiselbeeren aus Europa und Asien
3. Cranberries weisen viel Fruchtfleisch aus, Preiselbeeren dagegen viele Samen
4. Preiselbeeren sind wesentlich unempfindlicher gegen Frost
5. Cranberry-Sträucher wachsen kriechend und sind daher gute Bodendecker, während Preisbeer-Sträucher aufrecht wachsen

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Preiselbeere – Pflanzen
Preiselbeer-Produkte
Cranberry – Pflanzen
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Jostabeere – halb und halb

Jostabeere

Die Jostabeere (Ribes x nidigrolaria), auch Jochelbeere oder Jochina, die eine Kreuzung aus Stachelbeere und schwarzer Johannisbeere ist. Auch der Name der Jo-Sta-Beere ist eine Mischung aus diesen beiden Arten.

Der Geschmack der Jostabeeren ist süß-säuerlich und erinnert stark an die schwarze Johannisbeere. Die Früchte sind jedoch größer und sehen ein wenig nach einer schwarzen Stachelbeere aus. Die Beeren schmecken sowohl frisch vom Strauch als auch zu Konfitüre oder Saft weiter verarbeitet.

Im Garten zeigen sich Jostabeeren robust und pflegeleicht, sie sind widerstandsfähig gegen viele Beerenkrankheiten.

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Maibeere – Honigbeere – Kamtschatka-Heckenkirsche

Maibeere / Honigbeere

Weitere Namen sind noch Katschatka-Beere (lonicera kamtschatica), Sibirische Blaubeere und Gimolost. Diese Beeren reifen an einem viel verzweigten Strauch, der 1-2 m hoch wird. Die blauen Beeren, deren Farbe an Heidelbeeren erinnert, sind nur 1-3 cm groß und von unregelmässiger Form. Die Beeren gehören zu den ersten Früchten im Gartenjahr. Wie der Name schon andeutet, werden sie im Mai reif.

Wie einige der Namen schon andeuten, kommt die Maibeere aus Sibirien/Russland. Der Standort kann sonnig oder auch halbschattig sein. Deshalb ist die Pflanze in unseren Breiten frosthart/winterhart und zudem pflegeleicht. Oft wird der Strauch als Zierpflanze angebaut, wegen seiner hübschen weißen Blüten und den ungewöhnlich geformten Beeren. Diese kann man roh verzehren, da sie sehr aromatisch sind. Der Geschmack erinnert an Heidelbeeren. Ansonsten kann man sie auch zu Konfitüre/Marmelade, Kompott, Fruchtmus und Saft verarbeiten.

Alte Triebe kann man nach der Ernte zurückschneiden, denn die Beeren finden sich vor allem am jungen Holz.

Fazit: eine tolle Pflanze, die sicheren Ertrag bringt und wesentlich pflegeleichter ist als die Heidelbeere! Höchstens die Vögel gefährden ihre Ernte, was sich durch ein Netz aber leicht verhindert lässt.

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Taybeere – Tayberry

Taybeere

Die Him-Brombeere Taybeere oder mit englischem Namen Tayberry ist eine gelungene Kreuzung aus Himbeere und Brombeere.

Der Geschmack der Beeren ist aromatisch und süßlich, dabei aber auch recht sauer. So werden die Taybeeren oft lieber zu Marmelade/Konfitüre, Soßen oder anderen Fruchtzubereitungen weiter verarbeitet.

Die robuste Tayberry (Rubus fruticosus x idaeus) ist besonders kälteresistent und damit ideal für kühlere Lagen geeignet. Sie wächst ungefähr 1,5 m im Jahr. So können Sie die Taibeere gut an Zäunen, Mauern, Säulen oder Rankgerüsten hochranken lassen. Eine sehr wüchsige Pflanze. Der Standort sollte in der Sonne oder auch im Halbschatten liegen. Staunässe verträgt die Taybeere nicht. Ansonsten ist sie anspruchslos.

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Goldjohannisbeere – Vierbeere®

Der lateinische Name der Gold-Johannisbeere ist Ribes aureum, gelegentlich wird auch der Name Ribes odoratum verwendet. Ursprünglich kommt die Pflanze aus den Steppen Nordamerikas und Kanadas. Die Blätter erinnern an Weißdorn.

Der Beerenstrauch blüht im April oder Mai gelb und entwickelt dann später dunkle, braunschwarze Beeren, die angenehm süß schmecken. Es gibt aber auch eine Sorte mit goldgelben Beeren, die Vierbeere® Orangesse®.

Der Standort für kann halbschattig oder vollsonnig sein. Die Pflanze ist robust, trockenheitsresistent, winterhart und erreicht eine Höhe von 2-3 m.

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Loganbeere

Loganbeere

Die dornenlose Loganbeere mit ihren dunkelroten, länglichen Beeren ist wie die Taybeere eine Kreuzung aus Brombeeren und Himbeeren. Auf den ersten Blick sehen die Loganbeeren aus wie Himbeeren, sind allerdings etwas dunkler und auch größer. Sie entstand durch Zufall in Kalifornien. Heute ist sie eine beliebte und immer öfter kultivierte Beere.

An den bis zu 5m langen Ruten trägt die Loganbeere (rubus loganobaccus) von Juli bis September. Sie ist selbstbefruchtend, jedoch erhöht eine zweite Pflanze den Ertrag, so wie es bei allen Beeren der Fall ist. Die Pflanze ist mit einem sonnigen oder halbschattigen Standort zufrieden. Für das Wachstum der Ruten ist viel Wasser nötig. Achten Sie aber darauf, daß keine Staunässe entsteht.

Der Geschmack der Beeren ist roh allerdings sehr sauer, weshalb sie gerne zu Marmelade und Konfitüre, Kuchen, Sirup oder Spirituosen und Wein eingekocht werden.

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Maulbeeren

Maulbeere

Zu den ältesten Nutzpflanzen, die von Menschen angebaut wird, gehört der Maulbeerbaum (morus nigra). Es gibt die Früchte in weiß/cremefarben, rot und in brombeerfarben (schwarz). Auch die Form erinnert sehr an Brombeeren, jedoch sind die Maulbeeren länglicher. Sie sind jedoch weicher und saftiger als diese und nicht so sauer.

Die Beeren können in der Küche vielseitig verwendet und verarbeitet werden. Maulbeeren sind zwar schon recht weich, trotzdem müssen sie relativ lange gekocht werden. Am besten eignen sie sich für Marmelade/Konfitüren und Süßspeisen. Damit sie im Mund leicht zerfallen, sollten sie schon eine halbe bis eine ganze Stunde kochen. Die fehlende Säure sollten sie mir ein wenig zusätzlichem Zitronensaft ausgleichen.

Wer vor dem Pflanzen eines Maulbeerbaumes im eigenen Garten erst einmal probieren möchte, kann die Beeren auch getrocknet online bestellen. Außerdem gibt es natürlich Produkte mit Maulbeeren, zum Beispiel den Saft (Direktsaft). Seit der Antike wird der Saft als Mittel bei Erkältungen, Halsschmerzen und Fieber eingesetzt.

Auch die Blätter sind essbar und können für Tee getrocknet werden. Sie werden in der chinesischen Volksmedizin verwendet.

Traditionell werden die Maulbeerbäume als Futterpflanzen für Seidenraupen gezüchtet, da diese fast nichts anderes fressen. Jüngere Untersuchungen ergaben, dass die Blätter äussert mineralstoffreich sind und sich u.a. ideal als Tierfutter für größere Tiere wie Kühe eignen. Von einem Tee profitiert auch der Mensch, denn die Mineralstoffe gehen teilweise in das Teewasser über. Enthalten sind beispielsweise Kalzium, Kalium und Eisen sowie die Spurenelemente Zink, Kupfer, Bor, Mangan, Fluor und Phosphor.

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Maulbeer-Produkte
Maulbeer-Pflanzen

Zum Schluß noch ein Veranstaltungstipp:
Falls Sie in Mecklenburg-Vorpommern leben oder dort Urlaub machen, fahren Sie doch mal zum Maulbeerfest Anfang August in Zernikow in der Nordwestuckermark. Es gibt Führungen durch die Maulbeerbaumallee, Sie erfahren alles Wissenswerte rund um die Seidenraupenzucht und natürlich können Sie die selbstgemachte Maulbeerkonfitüre kaufen.

 

Klassische Beeren

Neben den modernen Obst- und Beerensorten haben die alteingesessenen Beeren allerdings entscheidende Vorteile. Sie konnten sich über Jahrhunderte an unser heimisches Klima anpassen und lernen, auf die typischen Schädlinge zu reagieren.

Eines ist bei Beerensträuchern zu beachten: sie müssen im Sommer feucht gehalten werden, also spätestens Ende Mai/Anfang Juni mit einer dicken Schicht organischen Materials mulchen.

 

Johannisbeere

Johannisbeere

Die Johannisbeere gehört ebenfalls zur Familie der Stachelbeergewächse. Es gibt sie in den Farben rot, weiß und schwarz. Johannisbeeren sind äußerst robust, sie bekommen fast nie Krankheiten. Ihren Namen verdankt die Johannisbeere dem Erntezeitpunkt, nämlich dem 24. Juni. Mache Sorten sind aber auch schon früher oder eben erst später reif. Je nach Sorte und Anbauregion belohnen die Beerensträucher das Warten ab Mitte Juni durch leckere rote, weiße und schwarze Beeren. Wenn Sie mehrere Sträucher setzen möchten, können Sie eine frühe, eine mittelspäte und eine späte Sorten pflanzen. Dann haben Sie von Mitte Juni bis in den August hinein reife Johannisbeeren.

Inhaltsstoffe sind Vitamin C, Silizium, Kalzium, Kalium und Magnesium. Außerdem enthalten die Johannisbeeren relativ viel Pektin, so dass man beim Herstellen von Marmelade bzw. Konfitüre etwas Gelierzucker einsparen kann. Wenn man sonst 1 kg Beeren auf 1 kg Gelierzucker gibt, kann man von Johannisbeeren ca. 1200 g nehmen. Am meisten Vitamin C enthält übrigens die schwarze Johannisbeere. Außerdem enthält sie besonders viel Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe).

Seit kurzem wurde auch eine schwarze Johannisbeere ohne den schwarzen Farbstoff gezüchtet, was im Endeffekt grüne Johannisbeeren ergibt. Sie schmecken etwas milder schmecken, enthalten aber auch etwas weniger wertvolle Inhaltsstoffe. Hier sehen Sie diese Neuzüchtung: Grüne Johannisbeere

Johannisbeeren wachsen bei jedem Wetter und Klima, ideal ist jedoch ein sonniger Standort. Selbst bei extrem kühlen und feuchten Wetter gedeiht die Pflanze prächtig. Aus diesem Grund wird sie auch gerne in kühleren Regionen wie Irland und Schweden in den Gärten angebaut. Die Zusammensetzung und Art des Bodens ist nicht so wichtig, jedoch sollte er immer etwas feucht sein.

Eines ist nämlich im Sommer zu beachten: der Boden unter den Sträuchern muss feucht gehalten werden! Dafür ist dem Beerenstrauch egal, ob es einer eher lehmiger Boden ist oder eben nicht, hauptsache schön feucht. Deshalb spätestens Anfang Juni großzügig mulchen. Ein Tipp aus meines Großvaters Garten ist, Steinplatten unter den Büschen zu legen. Diese sollen nicht direkt aneinanderliegen, sondern es kann ruhig ein wenig Erde zwischen den Platten sein. Mit Hilfe der Steinplatten wir die Erde an dieser Stelle nie richtig austrocknen.

Hochstämmchen sind recht beliebt und sehen gut aus, sind jedoch nicht so langlebig und auch nicht so ertragreich wie die klassischen Sträucher. Auch als Spalierobst lassen sich die Sträucher erziehen.

Wenn die Beeren reif sind, sollten Sie sie nicht mehr zu lange am Busch hängen lassen. Dann könnten sie nämlich ihr Aroma verlieren oder sie werden von hungrigen Vögeln gefressen. Naturschützer lassen einfach einen kleinen Rest hängen, damit die Vögel auch etwas abbekommen.

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Johannisbeer-Pflanzen

Johannisbeer-Produkte

 

Stachelbeere

Stachelbeere

Stachelbeeren schmecken lecker und sind mit einer angenehmen Menge Säure doch sehr süß. Vor allem wenn man sie mit ihren recht engen Verwandten, den Johannisbeeren vergleicht. Dank dieses guten Geschmacks gepaart mit feiner Säure eignen sich die Beeren sehr gut für Kuchen, Kompott und Marmeladen.

Stachelbeeren gibt es je nach Sorte in grün, gelb oder rot.

Inhaltsstoffe sind Vitamin C, Silizium, Kalzium, Kalium, Magnesium. Zudem ist relativ viel Pektin in den Beeren enthalten, so daß Sie beim Marmelade/Konfitüre kochen damit experimentieren können, etwas weniger Gelierzucker bzw. mehr Beeren als angegeben zu verwenden.

Im Garten machen Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) leider manchmal Probleme, da viele Sorten recht anfällig für Mehltau sind. Zum Glück gibt es allerdings auch viele neue Sorten, die mehr oder weniger resistent gegen diese Krankheit sind. Außerdem sind die Sträucher recht wüchsig und bringen nach ein paar Jahren relativ hohe und sichere Erträge.

Am besten wächst die Stachelbeere im Halbschatten. Der Boden sollte humusreich und nicht zu trocken sein.

Auch für die recht unbeliebten Stacheln der Beeren gibt es eine Lösung und zwar dornenlose Stachelbeeren.

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Stachelbeer-Pflanzen

Stachelbeer-Pflanzen

 

Himbeere

Himbeere

Warum sind Himbeeren eigentlich so lecker und so gesund? Wie auch die anderen einheimischen Beeren, enthalten sie viel weniger Zucker als große Früchte wie Äpfel oder Birnen. Außerdem sind in Himbeeren ganz besondere sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die Anthocyane. Das sind Polyphenole bzw. Antioxidantien, die sogar vor Krebs schützen sollen.

Weitere Inhaltsstoffe sind Vitamin C, Vitamin A und Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalium. Außerdem ist auch relativ viel Pektin enthalten, weswegen Sie beim Herstellen von Marmelade/Konfitüre mit etwas weniger Gelierzucker bzw. mehr Früchten experimentieren können. Zudem soll Pektin eine gesunde Verdauung fördern.

Himbeeren tragen je nach Sorte ein- oder zweimal im Jahr. Es gibt Sommer- und Herbsthimbeeren, wobei vor allem letztere immer beliebter werden. Einmal sind sie sehr pflegeleicht und andererseits auf Grund der Jahreszeit madenfrei. Alle Himbeeren sind wüchsig und vermehren sich selbständig. Wer das nicht möchte, setzt am besten eine Sperre im Boden wie Betonplatten oder eine Wegbregrenzung. Wenn Sie die Himbeerestaude teilen möchten, ist das leicht im Herst möglich.
Der Rückschnitt und Auswirkung auf die Ernte bei Herbsthimbeeren:
Pflegeleicht sind die Herbsthimbeeren auf Grund des einfachen Rückschnittes. Da die klassischen Sorten jeweils an zweijährigen Trieben blühen und fruchten, muß man genau überlegen, welche Triebe man im Herbst beschneidet und welche nicht. Bei den Herbsthimbeeren kann man die gesamte Pflanze herunter schneiden, denn sie fruchtet auch an den neuen Trieben. Am besten ist es, wenn Sie diese Himbeeren gar nicht im Herbst beschneiden, sondern im frühen Frühjahr. Der Grund ist, daß die Pflanzen über den Winter noch die Energie aus den Blättern und Trieben zurückziehen. Im nächsten Jahr fruchten diese Himbeeren dann umso besser.
Wenn Sie die abgeernteten Zweige nicht schneiden, fruchten diese im nächsten Jahr noch einmal und zwar im Sommer. Im Herbst blühen sie dann noch einmal ein wenig und außerdem tragen dann natürlich auch die diesjährigen Triebe. Diese Vorgehensweise wird aber meistens nicht empfohlen, da die Sträucher dann insgesamt im Herbst weniger tragen. Außerdem gibt es zahlreiche wohlschmeckende Sorten Sommerhimbeeren, wenn man im Sommer auch welche ernten möchte. Wir selbst haben aber nur einen kleinen Garten und möchten trotzdem zwei Erntephasen haben, kann das so machen. Vielleicht hätten wir ansonsten im Herbst noch mehr Früchte, aber dafür keine im Sommer. Außerdem: was sollen wir im Herbst mit so vielen Himbeeren? Klar, einfach einfrieren oder Marmelade kochen, aber lieber pflücke ich sie doch direkt vom Strauch zum sofortigen, frischen Genuss, als sie noch weiter zu verarbeiten.
Herbsthimbeeren können Sie übrigens auch im Kübel ziehen. Der Topf oder Kübel sollte aber schon 30-50 l Erde beinhalten. Im Winter den Topf geschützt platzieren z.B. an einer Hauswand oder Mauer.
Eine der beliebtesten Himbeersorten ist die ertragreiche „Autumn Bliss“.
Obwohl die Dornen der Himbeeren gar nicht so sehr stören, da sie sehr weich sind, gibt es bereits dornenlose Himbeeresorten.

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Himbeer-Pflanzen

Himbeer-Produkte

 

Brombeere

Brombeere
Brombeersorte Reuben
Rote Brombeere Dorman Red

Brombeeren gehören zu den beliebtesten Beerenfrüchten, die sowohl in der freien Natur wie auch in unseren Gärten zu finden sind.

Sind Brombeeren gesund? Was ist drin?
Brombeeren enthalten mehr Vitamin E als alle anderen Beeren. Weitere Inhaltsstoffe sind Eisen, Kalzium und Polyphenole wie Ellagsäure. Aus diesem Grund sollen sie den Blutdruck senken und unsere Zellen elastisch halten. Außerdem sollen sie entgiftend wirken.

Woran erkennt man, ob Brombeeren richtig reif sind?
Schauen Sie sich den Zapfenansatz unten an der Beere an. Wenn dieser sich blau färbt, ist die Beerenfrucht völlig ausgereift und das Aroma ist auf seinem Höhepunkt. Zuerst werden nämlich die Beeren zwar schwarz, brauchen dann aber noch 1-2 Tage am Strauch, um ganz erntereif zu werden. Während dieser Zeit nimmt die Beere noch richtig an Volumen zu.

Welche Brombeer-Sorten gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Die historische und vom Aroma her vorzügliche Brombeere „Theodor Reimers“ entwickelt leider besonders viele Stacheln, so daß für den Hausgarten eher modernere, da dornenlose Sorten empfehlenswert sind wie beispielsweise die Sorte Navaho®, die mit ein paar einfachen Bambusstäben gestützt sogar im Kübel auf Balkon oder Terrasse wächst und von Juli bis Oktober süße Früchte trägt.
Die Sorte Loch Ness® trägt von August bis September besonders große Brombeeren an bis zu 3m langen Trieben.
Etwas ganz Besonderes ist die Brombeersorte Reuben, denn sie fruchtet nicht wie andere Brombeeren an den 2-jährigen Ruten, sondern an den 1-jährigen Trieben. Das erleichtert das Beschneiden und hilft, Krankheiten vorzubeugen. Schneiden Sie die Pflanze einfach im Herbst nach der Ernte komplett herunter. Im darauffolgenden Jahr treibt die Brombeerpflanze neu aus und blüht sofort an den neuen Ruten. Die Sorte Reuben trägt von Mitte August bis in den Oktober hinein große Früchte, die süß-aromatisch schmecken.
Eine weitere süße und aromatische Sorte ist die widerstandsfähige Brombeere Chester Thornless®. Die Pflanze ist besonders frosthart und passt so gut an kalte und windige Lagen.

Eine ganz spezielle und neu gezüchtete Sorte ist die Rote Brombeere Dorman Red®, die sich an einem Spalier am wohlsten fühlt und Sie als Gärtner durch den hohen Ertrag erfreut. An den Anblick der himbeerähnlichen Früchte muß sich manch einer wohl erst gewöhnen. Automatisch assoziiert man die roten Beeren mit Unreife. Doch wenn Sie davon kosten, merken Sie schnell, wie aromatisch und lecker diese sind. Der Geschmack ist allerdings recht ungewöhnlich für eine Brombeere. Manche erinnert das Aroma an Maulbeeren.

Vor allem dornenlose Brombeeren liegen im Trend, denn man kann sie wesentlich besser pflücken und beschneiden als die Pflanzen mit Dornen.

In freier Natur findet man wilde Brombeeren fast überall, vor allem an Waldrändern oder auf Lichtungen. Bis Oktober kann man die Beeren ernten.

Gelegentlich wird die Brombeere auch von Schädlingen wie die Brombeermilbe heimgesucht. Lesen Sie hier, was Sie dagegen tun können: Schädlinge an Beeren

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Brombeer-Produkte

 

Dornenlose Beeren

Beeren ohne Dornen

Heutzutage sind viele Arten, die von Natur aus eigentlich Stacheln ausbilden, mittlerweile als Sorten ohne Stacheln oder mit weniger Stacheln/Dornen erhältlich. Neben dornenlosen Brombeeren gibt es nun auch dornenlose Himbeeren. Bei den Himbeeren stören zwar die nur kleinen und verhältnismäßig weichen Dornen kaum, trotzdem pflückt es sich leichter ohne Dornen. Seit kurzem gibt es sogar Stachelbeeren ohne Stachel: dornenlose Stachelbeeren.

Hier finden Sie alle Dornenlosen Beeren, die ursprünglich Dornen oder Stacheln hatten:
Dornenlose Beeren

 

Die Erdbeere

Im Gegensatz zu allen anderen Beeren sind Erdbeerpflanzen keine Gehölze. Es sind Stauden, die schön klein bleiben, so dass sie auch in kleinen Pflanzgefässen und Balkonkästen wachsen.

Es gibt einmaltragende Erdbeeren, deren Früchte im Frühsommer reif sind und Monatserdbeeren – sogenannte immertragende Erdbeeren, die von Frühling bis Herbst immer mal wieder Früchte produzieren. Doch was wir gemeinhin mit „Frucht“ oder „Beere“ bezeichnet ist an sich nur eine sogenannte „Sammelnussfrucht“. Die eigentlichen Früchte sind nämlich die kleinen Kerne auf der Erdbeere.

Erdbeeren sind sehr gesund, denn sie erhalten nicht so viel Zucker wie große Früchte. Dafür sind wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C und Folsäure, Kalzium, Kalium, Eisen und Gerbstoffe in den Beeren enthalten.

Alle Infos zu Erdbeeren und den verschiedenen Sorten sowie über Bezugsquellen für Samen und Pflanzen finden Sie hier:

Erdbeere – Anbau und Pflege

 

Wildfrüchte – wilde Beeren

Wem die modernen Sorten nicht zusagen oder wer besonders viel Platz im Garten übrig hat, für den gibt es noch viele weitere Sorten. Neben den historisch interessanten Beeren wie die Elsbeere gibt es noch viele weitere Wildfrüchte: Sanddorn, Maulbeeren, Wald-Erdbeeren, die Früchte des Weißdorn und vor allem die folgenden:

 

Die Eberesche (Vogelbeere)

Eberesche

Immer populärer werden auch sogenannte Wilde Beeren wie die Eberesche, die auch als Vogelbeere bekannt ist.
Die Beeren der Eberesche haben einen herben Geschmack. Sie werden nicht roh genossen, sondern zu Marmelade, Likör oder Aperol verarbeitet. Wer die Beeren in der freien Natur sammelt, muß die recht starken Bitterstoffe in Kauf nehmen.
Es gibt mittlerweile jedoch auch schon Sorten mit weniger Bitterstoffen (Sorbus edulis), die Sie im eigenen Garten anpflanzen können. Zudem ist die Eberesche immer eine ganz besondere Zierde im Garten. Wer sie nicht essen möchte, dem bleibt sie als Schmuck den ganzen Winter über erhalten. Es sei denn, die Vögel ernten schon vorher alles ab. In diesem Fall haben Sie dann aber etwas Gutes für die Tiere im Garten getan.

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Die Schlehe

Schlehe

Auch Schlehen (Prunus spinosa) haben einen sehr herben und sauren Geschmack. Man kennt sie auch unter den Namen Schwarzdorn, Schlehdorn oder Deutsche Akazie.
Beliebt und bekannt sind diese Wildbeeren auf Grund der Liköre und Brände, die oft daraus hergestellt werden. Auch Schlehenwein ist recht bekannt.
Schlehen soll man erst nach dem Frost ernten, da sie dann bekömmlicher und weniger adstringierend (zusammenziehend) im Mund wirken.
In der Natur ist die Schlehe wegen ihrer sparrigen Wuchsart und der vielen Dornen eine gute Rückzugsmöglichkeit für Vögel und andere Kleintiere. Aus diesem Grund ist die Schlehe eher selten in usneren Gärten anzutreffen, obwohl sie im Frühling wunderschön blüht. Die Schlehe ist zu dieser Zeit schon von weitem zu erkennen, da zu dieser Jahreszeit im März/April sonst kaum andere Sträucher blühen. Aus diesem Grund ist sie auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten wie beispielsweise Schmetterlinge.
Für den eigenen Garten gibt neue großfrüchtige Sorten, die auf Pflaumen veredelt werden und schon vor dem ersten Frost reif werden.

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Die Hagebutte

Hagebutte

Hagebutten sind die Früchte der Rosen. Die Wildrosen (auch Heckenrosen) z.B. die Hundsrose, Kartoffelrose oder Apfelrose finden Sie vielerorts in der freien Natur. Die klassische Hagebutte ist die Apothekerrose. Sie können sie überall wild sammeln oder auch im eigenen Garten. Wenn Sie also Ihre Rosen nach der Blüte nicht abschneiden, werden sich unabhängig von der Rosensorte automatisch Hagebutten aus den Blüten entwickeln.

Je nach Sorte sind Hagebutten rundlich mit reichlich Fruchtfleisch oder schmal und länglich mit sehr wenig Fruchtfleisch. Man soll die Früchte nach dem ersten Frost ernten, denn steigt der Zuckeranteil. Die Hagebutten werden dann weich und können leichter verarbeitet werden, beispielsweise zu Marmelade/Konfitüre, Gelee, Mus oder Likör. Das Mus ist auch als Hagebuttenmark bekannt.

Hagebutten sind bekannt dafür, viel Vitamin C zu enthalten. Weitere Inhaltsstoffe sind Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Pektin, Lycopin sowie Vitamine und Mineralstoffe. In den Hagebuttenkernen sind einige wertvolle Fettsäuren enthalten und so wird das Hagebuttenöl (Hagebuttenkernöl) zahlreichen Kosmetikprodukten hinzugefügt.

Wer sich nicht selbst so viel Arbeit machen könnte, kann das Hagebuttenpulver recht günstig kaufen und es vielfältig im Haushalt verwenden. So kann man es Smoothis und selbstgemachten Kosmetika zufügen sowie Süßspeisen, Müsli, Kompott, Konfitüren und vieles mehr damit ergänzen. Hagebuttenmark ist eine leckere und gesunde Nachspeise.

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Gemeiner Schneeball

Gemeiner Schneeball

Die kräftig rot leuchtenden, glänzenden Früchte des Gewöhnlichen oder auch Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus) sind entgegen der Volksmeinung nur roh giftig. Deshalb müssen Sie genau wie bei ihrem Verwandten, dem Holunder üblich, vor dem Verzehr erhitzt werden.

Zu Konfitüre/Marmelade, Gelee oder Saft weiter verarbeitet, schmecken die Beeren sehr lecker. In Russland wird der Gemeine Schneeball schon lange traditionell genutzt. Zu den Inhaltsstoffen gehören Gerbstoffe, Bitterstoffe, Pektin und Glycoside.

Wer die Beeren nicht verzehren möchte, dem dient der Strauch im Winter mit seinen wunderschön rot leuchtenden Beeren als dekorativer Schmuck im Garten. Außerdem stellen die Beeren ein gesundes Winterfutter für Vögel dar. Achtung, manche neu gezüchtete Schneeballsorten sind Hybride und bilden somit keine Früchte aus.

Die Beeren des Wolligen Schneeballs (Viburnum lantana) werden zwar auch zuerst rot, reifen dann aber schwarz aus.

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Holunder

Die Früchte des Schwarzen Holunders können genauso wie die des etwas selteneren Roten Holunders zu Saft oder Konfitüre eingekocht werden. Schon unsere Vorfahren überlieferten „Ein Holunder gehört an jedes Haus“. Damals glaubte man, das ein Hollerbusch vor Blitzeinschlag und bösen Geistern schützte, da ein guter Geist darin wohne (Frau Holle).

Im Garten ist der Holunder pflegeleicht, er wächst an fast jedem Standort. Gern werden die hübschen Blüten von Insekten besucht. Sie können die Blüten für Tee, Sirup und Hugo ernten sowie im Herbst die reifen Beeren, die meist zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden.

Außerdem gibt es den Holunder als hübschen Zierstrauch mit gezackten, roten Blättern.

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Was tun gegen Schädlinge bei Beeren & Obst?

Vorbeugend gegen allerlei Schädlinge bei Obst und Beeren kann ein angesetzter Tee aus Rainfarn, Wermut und Baldrian wirken. Dieser Tee wirkt vor allem im Frühjahr angewandt allgemein stärkend für die Pflanzen.

Spruzit Schädlingsfrei

Bei Befall mit beißenden und saugenden Insekten aller Art kann Spruzit Schädlingsfrei von Neudorff mit seinen zwei Wirkmechanismen sehr hilfreich sein. Das enthaltene Rapsöl wirkt gegen erwachsene Insekten und das natürliche Pyrethrum gegen die Eier. Mit diesem Doppelmechanismus schieben Sie schon sehr vielen Schädlingen einen Riegel vor. Mögliche Schädlinge sind: Blattläuse, Spinnmilbe, Weiße Fliege, Thripse, Schildläuse, Wollläuse, Schmierläuse, Zikaden, Raupen, Käfer- und Blatt­wespenlarven.

Was hilft gegen die Brombeermilbe?

Brombeeren werden häufig von der Brombeermilbe oder Brombeergallmilbe (Acalitus essigi, Eriophyes essigi) befallen. Vorbeugend sollten Sie den Boden um die Pflanzen herum mulchen, damit er feucht und lebendig bleibt. Wenn Sie erst noch vor dem Kauf einer Brombeerpflanze stehen, entscheiden Sie sich für früh reifende Sorten, die naturgemäß weniger gefährdet sind.
Haben sich die Milben doch eingenistet, sind die Symptome die nicht mehr schmeckenden Früchte. Vorher süße Sorten schmecken extrem sauer bis bitter. Die meisten Beeren werden gar nicht richtig reif, sondern bleiben halb rot anstatt abzureifen.

Naturen Schädlingsfrei

Auch im Winter sterben die Schädlinge nicht ab, sondern sie überwintern sogar auf der Pflanze und in den neuen Knospen. Im zeitigen Frühjahr wachen sie auf und saugen Saft aus den noch jungen Brombeeren. Die betroffenen Beeren können dann später nicht mehr reif werden. Was können Sie dagegen tun? Im Herbst direkt nach der Ernte schneiden Sie die gesamte Pflanze bodennah ab und sammeln herumliegende Fruchtmumien unbedingt zusammen. Diese müssen unbedingt in der Mülltonne entsorgt werden (nicht in den Kompost werden!).

So 100% wirkt nichts gegen die Brombeermilbe, doch einige Mittel wirken wenigstens in den meisten Fällen. Im Handel gibt es natürliche Spritzmittel auf Basis von Rapsöl, die einigermaßen sicher gegen die Brombeermilbe wirkt. Dafür müssen Sie direkt im zeitigen Frühjahr mit dem regelmäßigen Spritzen beginnen. Eigene positive Erfahrungen haben wir mit dem Mittel Naturen Schädlingsfrei gemacht.

Weiterhin erkranken Brombeerpflanzen gelegentlich an Rutenkrankheiten sowie am sogenannten Rost. Der Rost ist eine Pilzkrankheit, die man durch orangene Flecken auf Ästen und Blättern erkennt.