Gärtnern im eigenen Garten

Gärtnern im eigenen Garten, das liegt voll im Trend. Das gilt für jede Größe. Ob es nur um eine kleine Kräuterecke für den modernen Hausgarten geht, um einen kleinen Balkongarten oder um neue Ideen und Trends wie Urban Gardening oder Solidarische Landwirtschaft (SoLawi). Bei manchen überwiegt auch die kreative Lust an der Gartengestaltung und eine harmonische Gesamtheit zu erschaffen.

In einem Garten mangelt es nie an Arbeit. Doch dafür werden Sie mit schönen Momenten reichlich belohnt, wenn das Ernten ansteht und alles blüht und grünt.

Wie kann ich einen Garten planen und anlegen?

Balkon- & Gartenpflanzen

Es stehen allerlei Fragen an. Möchten Sie einen reinen Nutzgarten mit Gemüse und Obst gestalten, soll ein Ziergarten mit Blumen und Zierpflanzen Ihren Vorgarten schmücken oder möchten Sie nur einen kleinen Kräutergarten für Küchenkräuter und Gewürzkräuter anlegen?

Wie soll die vorhandene Fläche am Ende aussehen? Welche Pflanzen sollen unbedingt dazu gehören.

Möchten Sie konsequent natürlich gärtnern und sich damit womöglich teilweise selbst versorgen oder würden Sie zum Schutz Ihrer Lieblingsblumen auch mal zur chemischen Keule greifen?

Kräutergarten
Gemüsegarten
Obstgarten
Ziergarten

Dann wäre noch zu klären, ob bestimmte Farben oder ein Thema wie „mediterrane Pflanzen“ im Garten vorherrschen sollen?

Diese und viele andere Fragen tauchen während der Planung auf, bevor Sie mit dem Gärtnern im eigenen Garten so richtig anfangen können.

Eine häufige Variante ist ein kombinierter Zier-, Kräuter- und Nutzgarten, den man ganz oder teilweise selbst gestalten oder neu gestalten kann.

Der eigene Gemüsegarten

Der Anbau von eigenem Gemüse wird zusehends populärer. Zu den häufig angebauten Nutzpflanzen gehören unter anderem Erdbeeren, Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln und Zucchini sowie Tomaten, Gurken, Kürbis, Radieschen, Zwiebelgewächse und natürlich Salat unterschiedlicher Art. Alle diese Gemüse werden jedes Jahr neu gesät oder gepflanzt.

Der Anbau von Kartoffeln ist für Gärten jeder Größe geeignet. Die Saison beginnt schon im Januar/Februar mit dem Keimen der Kartoffeln durch Auslegen an einem hellen Platz, zum Beispiel am Fenster. Generell können Sie spezielle Pflanzkartoffeln verwenden, die am besten und schnellsten keimen. Im Prinzip kann man aber auch jede andere Kartoffeln vorkeimen lassen, am besten nehmen Sie unbehandelte Bio-Kartoffeln aus dem Supermarkt oder besser direkt vom Bio-Bauernhof. Sobald die Keime 1-2 mm lang sind, können Sie die Kartoffeln auspflanzen. Jedoch dürfen die Pflanzen keinen Bodenfrost abbekommen, weshalb das Auspflanzen erst ab Mitte April sinnvoll ist. Wer in dieser Hinsicht mutig ist, kann es 2-3 Woche früher wagen. Über das Jahr benötigen die Kartoffelpflanzen dann viel Wasser und können geerntet werden, sobald das Laub verwelkt. Falls die Pflanzen von der Braun- und Krautfäule befallen werden oder wenn Sie einfach eher die Frühkartoffeln genießen möchten, können sie auch eher ernten.

Besonders gerne werden auch Erbsen und Bohnen in heimischen Gärten angepflanzt. Während Sie Erbsen schon im März im Freiland säen oder pflanzen können, ist die Zeit für Bohnen erst Mitte bis Ende April. Setzen Sie die Bohnensamen nicht zu tief in die Erde. Es gibt eine alte Bauernweisheit, die besagt: Bohnen wollen die Glocken läuten hören. Alle Infos rund um den Anbau von Bohnen finden Sie hier: bohnen-anbauen.de

Welche Pflanzen eignen sich für welchen Standort?

Ganz besonders wichtig ist die Auswahl der richtigen Pflanzen. Beispielsweise sollte bedacht werden, ob alle Pflanzen winterhart sein müssen. Wichtig ist auch die Tatsache, ob zur Überwinterung ein beheiztes Gewächshaus, ein Wintergarten oder ein heller Kellerraum zur Verfügung steht.

Weiterhin wichtig sind die gegebenen Bodenverhältnisse sowie Klima und Wetter. Herrscht Schatten vor oder scheint die Sonne den ganzen Tag auf die Beete uvm.

Garten giessen
Bei Trockenheit sollte man die Pflanzen im Garten giessen

Bei der Gartenplanung sind viele Fragen zu klären: Welche Pflanzen bilden eine nützliche Mischkultur d.h. nützen sich bezüglich Nährstoffaufnahme und Aroma gegenseitig.Beispielsweise ergeben Tomaten eine wunderbare Gemeinschaft mit Basilikum, die beiden nützt.

Für die Optik ist wichtig, welche Pflanzen sich optisch ergänzen und im Wechsel der Jahreszeiten für einen schönen Garten sorgen?

Wenn Sie Bäume pflanzen möchten, sollten Sie zu allererst klären, welche Bäume bezüglich der Bodenverhältnisse und des Platzes in Ihren Garten passen.

Wie kann ich ohne eigenes Grundstück zu einem Garten kommen?

Die populärste Lösung für dieses Problem ist wohl der Schrebergarten. Ein solcher Kleingarten ist allerdings an gewisse Bedingungen geknüpft. Außerdem darf man die zur Verfügung stehende Fläche nicht immer so nutzen, wie man es gerne tun würde. Meistens muß ein Teil Ziergarten sein und ein Teil Gemüsegarten.

Sogar ein kleiner Balkon ist zum Gärtnern zu gebrauchen, das nennt man dann Balkongarten. Gerade in den letzten Jahren ist in Deutschland so mancher Kohl im Blumenkasten herangereift. Idealerweise bekommt der Balkon wenigstens ein paar Stunden täglich Sonnenlicht. Doch selbst im Schatten lässt sich noch etwas Salat ziehen. Kartoffeln im Eimer oder Sack benötigen lediglich einen hellen Platz.

Hier finden Sie alle Infos zum Balkongarten

Balkon: Gemüse und Blumen im Blumenkasten
Im Blumenkasten kann Gemüse einträchtig mit Blumen wachsen

Alternativ können Sie ein Grundstück oder einen Garten von privat mieten, kaufen oder pachten.

Eine noch recht neue Bewegung ist das Urban Gardening. Hierbei wird auf freien, bisher ungenutzten  Brachflächen in der Stadt und außerhalb etwas gepflanzt, obwohl einem das Grundstück nicht selbst gehört. Die Anpflanzungen reichen von kleinen Gefässen mit Blumen, die an den Laternenpfahl gebunden werden über Wildkräuter Samenkugeln, die man in städtische Pflanzgefässe oder in die Natur wirft bis hin zu Gemüseanpflanzungen auf verwildertem, öffentlichem Gelände.
Diese faszinierende Bewegung ist auch als Guerilla Gardening bekannt und sie birgt noch viel kreatives Potenzial.

Unsere Tipps:
– Zur Sicherheit fragen Sie bei Ihrer Gemeinde oder beim Umweltamt nach, bevor Sie einfach anfangen, irgendetwas irgendwo zu pflanzen!
– In vielen Städten gibt es Streuobstwiesen, die Sie nach Absprache sogar als Privatmann ernten können. Fragen Sie bei der Stadt oder beim Umweltamt nach.

Düngen im Garten

Düngemittel

Eine häufige Frage unserer Leser ist „Welches ist der beste Dünger für den Garten?„.

Ein viel verwendeter und fast jedem Gärtner bekannter Dünger ist das Blaukorn, ein klassischer Volldünger oder im Volksmund auch Gartendünger genannt. Mit einem Volldünger machen Sie es sich einfach, egal ob Zierpflanze, Rasen oder Gemüse. Ein Volldünger enthält alle für eine Pflanze nötigen Nährstoffe in einer ausgewogenen Zusammensetzung.

Die Antwort auf die Frage nach dem besten Dünger lautet generell:

Organischer Dünger – dieser besteht aus Naturstoffen und wirkt im Gegensatz zum Chemischen Dünger  sehr langsam und nachhaltig. Organische Dünger bestehen aus natürlichen Stoffen. Beispiele dafür sind Hornspäne, Pferdemist, Kuhmist und anderer Mist, Jauche, Gülle, Gründünger, Knochenmehl, Guano und Schafwolle. Man kann mit den einzelnen Stoffen düngen oder aber man kauft einen organischen Volldünger.

Darüberhinaus gibt es eine unüberschaubare Anzahl spezieller Dünger für bestimmte Pflanzen oder Gemüse. So fragt man sich als Laie oft, ob das denn nötig ist. Das ist es in den wenigsten Fällen. Ein organischer Volldünger erfüllt die Grundansprüche fast aller Pflanzen. Das gilt aber auch für fast jeden anderen organische Gartendünger wie auch für Bio-Dünger, Gemüsedünger, Tomatendünger usw.

Wer sich allerdings für eine bestimmte Pflanzenart ganz besonders interessiert, kann durchaus mal recherchieren, welcher Spezialdünger unter Umständen geeignet sein könnte. Pflanzen mit anspruchsvollen Bedürfnissen wie Orchideen, Rhododendron, Kirschlorbeer werden sicher von einer speziell auf die zugeschnittenen Nährstoffgabe profitieren. Unbedingt nötig ist dies aber keinesfalls!

Garten mit Pavillon im Frühling
Garten mit romantischem Pavillon im Sommer

Auszeichnungen für Gärtnern, Pflanzen und Garten

Balkonpflanze des Jahres: Bisher ausgezeichnet wurden verschiedene Begonien, Duft-Steinrich, Petunien, Dahlien, Geranien, Pelargonien, Verbenen, die Schwarzäugige Susanne, Strohblume und viele weitere Blumen.

Gemüse des Jahres: Bisher ausgezeichnet wurden Chili und Paprika, Allium (Lauch und Zwiebeln), Pastinake, Erbse, Gartensalate, Kopfkohl, Zichorie und Endivien, Körnerbohne, Kartoffel, Flaschenkürbis (Kalebasse), Tomate, Gartenmelde und die Puffbohne.

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    Gabi Laut verschiedener Literatur hat der rote Holunder ebenfalls Heilwirkungen und lässt sich ebenso wie der schwarze Holunder zu Gelee und Säften verarbeiten, jedoch müssten auch... »
    in Holunder »
    Ellen ich wüßte gerne, ob der Rote Holunder - dunkelrote Blätter und rosa Blüten ebensolche Heilwirkungen hat, wie der Weiße. »
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    Sheryl Ich hatte vor ein paar Tage schlimme Magenkrämpfe. Das einzige war letztendlich tatsächlich Zitronengrastee mit Milch. Seitdem geht es mir wieder gut :) »
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    Gabi Auf mich hat das Zitronengras eine konzentrationsfördernde Wirkung. Ich mag den Tee, aber zum Lernen verwende ich lieber das ätherische Öl. »
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    Jana Ich trinke täglich grünen Tee. Erstmal morgens zum wach werden und dann nochmal am Nachmittag ein Tässchen. Der grüne Tee ist wesentlich verträglicher als Kaffee... »
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