Holunder

Holunder – Heilkraut, Teekraut, Medizin und Mystik

Schwarzer Holunder – ein traditionelles Heilkraut

Holunder Tee
Holunder Direktsaft
Holunder Pflanzen

Den Holunderbusch umgibt schon seit Urzeiten etwas Mystisches / Geheimnisvolles.
Die Rede ist von Geistern, die im Holunderbusch wohnen sollen. Schon im Mittelalter pflanzten die Menschen Holunder in der Nähe ihrer Häuser, um geschützt zu sein vor bösen Geistern und Blitzschlag.
Die alten Germanen glaubten, dass in den Holunderbüschen die Göttin Holda ihre Wohnung hat. Sie brachten ihr Opfergaben, die sie unter den Busch legten, um sie gnädig zu stimmen.
Die Römerinnen nutzten die Beeren, um ihre Haare damit zu färben.

Üblicherweise werden Blüten und Blätter der Pflanze genutzt. Man kann Tees, Säfte, Spülungen, Tinkturen und Salben aus Holuder herstellen.

Die Blüten des Holunders eignen sich ganz besonders durch ihre schweißtreibenden Eigenschaften bei fieberhaften Erkältungen und Grippe. Hierfür wird ein Aufguss aus den Blüten zubereitet, der heiß getrunken wird.
Ein kalter Aufguss wird bei entzündeten Augen verwendet. Mit dem kalten Aufguss werden auch Halsschmerzen und Mandelentzündungen behandelt. Auch bei Heuschnupfen kann aus den Holunderblüten eine Tinktur hergestellt werden, die als Prophylaxe genutzt werden kann.
Eine Creme, hergestellt aus den Blüten, hilft bei rissiger Haut und Schürfwunden.
Besonder beliebt ist Holunderblütensirup, der heutzutage oft Sekt oder anderen Kaltgetränken hinzugefügt wird, um den Geschmack dieser zu verbessern.

Die rohe Beeren des Holunders können zu Brechreiz und Verdauungsstörungen führen. Die reifen Holunderbeeren jedoch eignen sich hervorragend dazu, Holunderwein, -sirup sowie auch Gelee und Marmelade herzustellen.
Der Sirup und auch der Saft werden traditionell als Prophylaxe gegen Erkältungen und in Kombination mit Thymian als Schleimlöser bei Husten verwendet. Eine Tinktur aus Holunderbeeren wird gerne zur Einreibung bei rheumatischen Beschwerden verwendet.

Normalerweise wird nur der Schwarze Holunder verwendet, doch auch der Rote Holunder soll über Heilwirkungen verfügen und außerdem Karotinoide enthalten. Die Beeren kann man genauso wie schwarzen Holunder weiterverarbeiten.

Aus den Blättern des Hollerbusches wurde in früheren Zeiten eine grüne Salbe hergestellt, mit der Prellungen, Verstauchungen, Wunden und sogar Hämorrhoiden behandeln werden konnten. Heute wird fast ausschließlich eine Salbe aus den Blüten hergestellt.

Kaum noch verwendet wird heute die Rinde des Holunders. Aus ihr wurde früher ein Mittel hergestellt, dass gegen hartnäckige Verstopfungen und Arthritis eingesetzt wurde. Da dieses Mittel stark abführend wirkt, darf es während einer Schwangerschaft nicht genutzt werden.

2 Kommentare zu “Holunder”


  1. Ellen:
    5. Juni 2014 um 13:13

    ich wüßte gerne, ob der Rote Holunder – dunkelrote Blätter und rosa Blüten ebensolche Heilwirkungen hat, wie der Weiße.


  2. Gabi:
    10. Juni 2014 um 15:48

    Laut verschiedener Literatur hat der rote Holunder ebenfalls Heilwirkungen und lässt sich ebenso wie der schwarze Holunder zu Gelee und Säften verarbeiten, jedoch müssten auch beim roten Holunder unbedingt die Kerne entfernt werden, da diese giftig sind. Vorsicht, die rohen Früchte sind bei beiden Holunderarten giftig.

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    Gabi Laut verschiedener Literatur hat der rote Holunder ebenfalls Heilwirkungen und lässt sich ebenso wie der schwarze Holunder zu Gelee und Säften verarbeiten, jedoch müssten auch... »
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