Johanniskraut

Johanniskraut, die Zauberpflanze der Antike

Das Johanniskraut ist eine Pflanze aus der Familie der Hypericaceae und findet vor allem Verwendung als Heilpflanze, die vor allem bei nervöser Unruhe Verwendung findet. Andere Namen sind beispielsweise Blutkraut, Hexenkraut, Mannskraft, Sonnwendtkraut, Teufelsflucht oder Wildgartheil.

Heimisch ist das Kraut in Europa, Westasien und Nordafrika und dort vor allem in tiefen bis mittleren Höhenlagen. Wald- und Wegränder und Böschungen verwandelt das Kraut oft in ein gelbes Blütenmeer. Auch als Pionierpflanze z.B. auf Bahnschotter hat es sich einen Weg gebahnt.

Man sagt, Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin und geerntet wird es natürlich in der Johannisnacht.

Eine weitere Legende besagt, dass der Teufel – aus Bosheit über die heilende Macht des Krautes – mit einer Nadel unzählige kleine Löcher in die Blätter gestochen haben soll. Halten Sie einmal ein Blatt gegen das Licht und Sie werden diese kleinen Löcher sehen. Deshalb ist ein weiterer Beiname auch das Tausendlöcherlkraut.

Schon die Menschen in der Antike kannten Johanniskraut als Heilpflanze und heute ist wohl das wissenschaftlich meist untersuchte Heilkraut.
Heilende Wirkung wird dem Johanniskraut in vielen unterschiedlichen Bereichen zugeschrieben, so z.B. bei Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Hämorrhoiden, Rheumatismus, Gicht, Gebärmutterkrämpfen, Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden, Nervosität, Schlaflosigkeit, Epilepsie, Angstzuständen, Hexenschuss, Muskelzerrungen, Verrenkungen, Krampfadern, Wundbehandlung, Verbrennungen, Geschwüren, Schrunden und noch vielem mehr nachgesagt.

Der Einsatz von Johanniskraut in der Heilkunde geht auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurück. Die mittlerweile sehr verbreitet Anwendung als Antidepressiva ist allerdings erst seit Mitte des vorletzten Jahrhunderts bekannt.
Es ist in sehr vielen Arzneimitteln enthalten, gerade im Bereich Depression und Nervenbeschwerden.

Für die Selbstmeditation von Johanniskraut gilt allerdings ganz besondere Vorsicht! Achten Sie vor allem darauf, nach Einnahme von Kapseln, Tabletten oder selbstgemachten Tees nicht in die Sonne und schon gar nicht auf die Sonnenbank zu gehen. Bei Lichteinwirkung werden aus dem enthaltenden Hypericin hochgiftige Substanzen frei, die zur Lichtkrankheit führen können.

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte Johanniskraut auch, wenn überhaupt, nur mit äußerster Vorsicht genossen werden. Johanniskraut wurde lange Zeit in der Volksmedizin als Abtreibungsmitteleingesetzt.

Überhaupt hat Johanniskraut nicht zu vernachlässigende Nebenwirkungen, wie z.B. Blutdruckschwankungen, Bewusstseinseintrübungen, Verwirrtheit oder Krämpfe.
Die Wirkung von Antibiotikum kann zum Teil völlig aufgehoben werden.

Trotzdem findet Johanniskrauttee auch heute noch als Hausmittel Verwendung, eben als wirksames pflanzliches Antidepressivum, als Beruhigungstee oder auch als entzündungshemmendes Mittel.
Hergestellt wird der Tee aus 2 Teelöffeln Kraut/Blüten auf ¼ l kochendes Wasser. Nach 10 Minuten Ziehzeit abseien.

Lassen Sie aber auf jeden Fall bei der Anwendung von Johanniskraut ganz besondere Vorsicht walten. Verwenden Sie Johanniskraut nur, wenn Sie ausreichend Vorwissen haben oder lassen Sie sich von Jemanden beraten, der genügend Wissen über die Wirkung von Johanniskraut besitzt.

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