Kamille

Kamille, das Heilkraut der Großmütter

Kamille Tee
Kamille Öl
Kamille Handcreme
Kamille Samen

Die Kamille, auch Apfelkraut, Garnille, Hermel, Kummerblume, Mägdeblume, Mutterkraut oder Romerei genannt, gehört zur Familie der Korbblütler und ist wohl über Generationen hinweg das bekannteste Heilkraut.
Ursprünglich kommt diese Pflanze aus Süd- und Osteuropa, ist aber heute in ganz Europa heimisch.

Die Echte Kamille wurde 1987 zur Arznei­pflanze des Jahres gekürt – und das nicht ohne Grund.

Die Blüten zeigen ihre Wirkung als Entzündungshemmer, zur Krampflösung bei Blähungen und Magenbeschwerden.
Als Umschläge sind Kamilleblüten wundheilungsfördernd, desodoriend und antibakteriell.
All diese Wirkungen sind wissenschaftlich nachgewiesen.

Es gibt einige Legenden über diese so bekannte Heilpflanze. So wurde sie im alten Ägypten dem Sonnengott gewidmet und im alten England gehörte sie zu den neun heiligen Kräutern. Noch heute führt angeblich derjenige, der in England König wird, immer ein Kamillesträußchen mit sich.
Ein Kranz aus den Blüten am Johannistag, dem 24. Juni, an der Haustür angebracht sollt vor Donner, Blitz und Sturm schützen.

Kamille und dabei vor allem der Kamillentee ist – wie schon erwähnt – das meist genutzte Heilkraut. Allein in Deutschland werden jährlich 5.000 Tonnen des Krautes benötigt.

Und wer kennt es nicht?
Hatten wir als Kinder Bauchschmerzen oder es war uns schlecht, dann kam Oma bestimmt mit einem Tässchen Tee.
So sind auch die Hauptanwendungsgebiete Gastritis, Enteritis, Colitis, Blähungen, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt und auch Menstruationsbeschwerden.

Aber auch äußerlich findet die Heilpfanze Anwendung, etwa bei Hautentzündungen oder Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich.
Allerdings wird mittlerweile dringend davon abgeraten, Kamille auf entzündete Augen zu legen.

Eine verbreitete Anwendungs­form ist das Inhalieren der Dämpfe etwa bei verstopfter Nase.
Den Tee in die Schüssel, den Kopf darüber, abgedeckt mit einem Handtuch – und schwitzen. Das macht die Nase frei, zumindest für eine Weile.
Oder bei Blasenentzündungen ein Sitzbad – soll wahre Wunder bewirken.

Selbst kosmetische Wirkung wird der Kamille nachgesagt. So hat man früher Kamille zum aufhellen der Haare benutzt, besonders bei blonden Haaren hat der in den Blüten befindliche Wirkstoff eine ausbleichende Wirkung.

Früher konnte man diese intensiv riechenden Pflanzen noch selber pflücken. Vor allem in Getreidefeldern kam die Kamille oft vor. Heute sieht man sie – genau wie Korn- oder Mohnblumen – kaum noch. Die Bauern haben sie erfolgreich bekämpft.
Dafür gibt es Kamillentee in Beuteln mittlerweile überall zu kaufen, als Blüten genauso wie in Teebeuteln.

Zur Zubereitung einer Tasse Tee benötigt man 2 Teelöffel Blüten, übergießt sie mit ¼ l kochendem Wasser und lässt das ganze 10 Minuten ziehen.
Aber auch bei einem so altbekannten und viel genutzten Heilkraut gilt: kein Dauergebrauch und keine Eigenbehandlung ohne dementsprechendes Fachwissen oder die professionelle Beratung.

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    Gabi Laut verschiedener Literatur hat der rote Holunder ebenfalls Heilwirkungen und lässt sich ebenso wie der schwarze Holunder zu Gelee und Säften verarbeiten, jedoch müssten auch... »
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    Ellen ich wüßte gerne, ob der Rote Holunder - dunkelrote Blätter und rosa Blüten ebensolche Heilwirkungen hat, wie der Weiße. »
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    Sheryl Ich hatte vor ein paar Tage schlimme Magenkrämpfe. Das einzige war letztendlich tatsächlich Zitronengrastee mit Milch. Seitdem geht es mir wieder gut :) »
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    Gabi Auf mich hat das Zitronengras eine konzentrationsfördernde Wirkung. Ich mag den Tee, aber zum Lernen verwende ich lieber das ätherische Öl. »
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    Jana Ich trinke täglich grünen Tee. Erstmal morgens zum wach werden und dann nochmal am Nachmittag ein Tässchen. Der grüne Tee ist wesentlich verträglicher als Kaffee... »
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