Kräuter, Gewürze und Heilpflanzen

Ackerschachtelhalm (Zinnkraut)

Der Schachtelhalm ist einerseits hilfreich für unsere Gesundheit, andererseits auch ein nützlicher Helfer beim Gärtnern oder Garteln wie die Österreicher sagen. Grund ist vor allem das enthaltene Silizium, dass das Gewebe stärkt und so nach aussen hin schützt. Das gilt sowohl für unsere Haut als auch für Pflanzen. Wir Menschen können einen Tee aus dem Ackerschachtelhalm zubereiten und davon täglich eine Tasse trinken. Das soll gut für die Haut sein, deshalb kann man diese auch mit dem Tee einreiben, sich damit waschen oder darin baden. Noch wirksamer als der überbrühte Tee ist es, das Kraut ein paar Minuten in Wasser zu kochen. Je länger es kocht, umso mehr Silizium gibt die Pflanze frei. Manche Quellen raten sogar zu stundenlangem Kochen bzw. Köcheln. Nur Vorsicht beim selber sammeln, daß Sie nicht den giftigen Sumpfschachtelhalm erwischen! Im Zweifelsfall doch lieber das getrocknete Kraut online bestellen. Zu Kaufen gibt es sogar Kapseln aus dem Extrakt. Hier finden Sie alle Schachtelhalm-Produkte für Menschen.
Den gleichen Tee kann man auch als Giesswasser für Pflanzen nutzen oder diese damit einsprühen, z.B. bei einem Befall durch Läuse. Das Gewebe der Pflanze wird dadurch gestärkt, so daß den Schädlingen das Beissen zu anstrengend wird und sie sich verziehen. Es gibt auch fertige Präparate zu kaufen. Wer zarte Gemüsepflanzen stärken will, kann diese auch beim Umpflanzen kurz in den Tee eintauchen. Weiterhin kann man den Ackerschachtelhalm zum Mulchen benutzen oder eine Jauche daraus herstellen, die man dann als Dünger einsetzt. Sie merken schon, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hier finden Sie alle Schachtelhalm-Produkte für den Garten und auch das getrocknete Kraut für die menschliche Anwendung oder um selbst Stärkungsmittel für Pflanzen herzustellen.

Alant

Der Echte Alant (inula helenium) ist eine heimische Heilpflanze, die von Juni bis September blüht. Medizinisch verwendet wird die Wurzel. Zu ihren Inhaltsstoffen gehören Bitterstoffe und ätherische Öle. Darunter ist auch das bekannte Azulen, das entzündungshemmend wirkt und auch für die Heilwirkung der Kamille verantwortlich ist. Alant wurde im Mittelalter zur Blutreinigung eingesetzt. Schon Hildegard von Bingen schätzte diese Heilpflanze und schrieb ihr vielfältige Wirkungen zu. Da Alant sehr bitter schmeckt, wird er meistens mit anderen Heilkräutern zusammen oder auch als Räucherkraut eingesetzt.

Andorn

Andorn ist eine alte Heilpflanze, die mind. schon 2000 Jahre verwendet wird. Zudem ist dies gut dokumentiert. Nicht nur deshalb wurde der Andorn zur Arzneipflanze des Jahres 2018 gewählt. Zu den Inhaltsstoffen zählen beispielsweise Bitterstoffe wie Marrubiin, ätherische Öle, Gerbstoffe. Sie können die gesamte Pflanze verwenden: Blätter, Blüten und obere Stengel z.B. getrocknet. Anwenden können Sie den Andorn als Tee oder Tinktur bei Verdauungsbeschwerden, aber er wirkt auch schleimlösend bei Husten und Atemwegserkrankungen. Außerdem können Sie den Andorn auch äußerlich anwenden, beispielsweise bei Ekzemen, Insektenstichen oder Verbrennungen.

Anis

Anis wird wegen seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen schon lange von der Volksmedizin zur Hustenlinderung und Verdauungsförderung eingesetzt und aus diesem Grund ist es auch häufig Bestandteil von Gebäck oder Spirituosen. Auch als atemerfrischende Bonbons ist Anis erhältlich.

Aniskraut – Anis-Ysop – Duftnessel – Agastache

Aniskraut gehört zur Familie der Agastache. Die Pflanze ist nicht mit Anis verwandt, aber die Blüten sind essbar und schmecken so ähnlich, kombiniert mit einem Hauch Minzaroma. Wegen ihres Geschmacks kann die Pflanze, ähnlich wie die Süßdolde, sehr gut zum Würzen von Speisen und Getränken verwendet werden. Der Standort im Garten sollte trocken und sonnig sein.

Als Aniskraut oder Limonadenpflanze bezeichnet man normalerweise nur die Agastache mexicana. Es gibt aber noch viele weitere Arten, von denen jeweils die Blätter und Blüten essbar sind. Wegen des herrlichen Aromas eignen sie sich zum Verfeiern von Speisen und Getränken. Hier können Sie die Stauden oder Samen beziehen: Agastache

Arnika

Als Hausmittel ist Arnika auch heute noch Bestandteil von Cremes. Zur Hilfe bei Quetschungen, Stauchungen, Schwellungen und Geschwüren kann man einen Aufguß aus Arnikablüten herstellen.

Bärwurz

Der Bärwurz ist eine alte, fast in Vergessenheit geratene Heilpflanze für Magen und Verdauung. Das frische Kraut können Sie ähnlich wie Petersilie verwenden, und auch dann wird es verdauungsförderung und appetitanregend. Ansonsten können Sie Bärwurz auch als Tee, Abkochung oder Tinktur anwenden.
Im Bayerischen Wald ist eine ähnliche Pflanze aus der gleichen Familie als Bärwurz bekannt. Aus dieser wird der bekannte traditionelle Kräuterschnaps gebraut: Bärwurz

Baldrian

Dem Baldrian wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Er gehört zu gleichen Pflanzenfamilie wie der Feldsalat. Die frischen Blättern können wie dieser verzehrt werden. Ansonsten wird die Baldrianwurzel medizinisch eingesetzt. Bei Magenkrämpfen und Darmbeschwerden soll der Baldrian krampfstillend wirken, wobei diese Heilpflanze sowohl als Tee als auch in Kapselform verwendet wird.

Borretsch

Beim Gurkenkraut, auch Borretsch genannt, schmecken wie so oft die jungen, frischen Blätter am besten. Wie der Name schon andeutet, passt das frische Kraut am besten zu Gurkensalat. Bei den älteren Blättern stören die relativ harten Haare auf der Blattoberfläche. Sie lassen sich aber noch hervorragend Zum Kochen (beispielsweise zu Spinat) oder zum Einkochen bzw. Einlegen von Gurken verwenden.
Die blauen Blüten der Borretschpflanze sind dagegen angenehm zu essen und ergänzen jede Art Salat mit ihrem leicht nussigen Aroma. Man kann sie auch als Tee zubereiten.

Brennessel

Die Brennessel findet ihren Einsatz auch häufig in Tees, kann aber auch wie Spinat und in Salaten genossen werden. Die Pflanze wird zur Blutreinigung und bei rheumatischen Beschwerden angewendet und befindet sich wegen der überlieferten harntreibenden Wirkung auch in Blasen- und Nierentees. Aber auch für andere Pflanzen im Garten wirken sich Brennesseln positiv aus: als Jauche angesetzt ist sie ein idealer Dünger für die meisten anderen Pflanzen und schützt diese vor Krankheiten und Schädlingen. Der Grund dafür ist der hohe Stickstoffanteil. Weiterlesen: Alles rund um Brennesseln

Estragon

Wenn Sie Estragon als Pflanze (oder Samen) neu kaufen möchten, um ihn in der Küche zu verwenden, sollten Sie sich für den Französischen Estragon entscheiden. Achten Sie am besten auf den lateinischen Namen Artemisia dracunculus var. sativa. Dieser liefert den typische Geschmack, so wie wir Estragonals Gewürz kennen und schätzen. Als Zutat in der beliebten Sauce béarnaise zu Spargel oder einfach mit gekochten Kartoffeln und Butter ist der Geschmack unvergleichlich. Estragon passt auch gut zu Fleisch und Fischgerichten.
Im Gartenfachhandel wird dagegen oft der Russische Estragon (Artemisia dracunculus var. inodora) angeboten, da dieser in unseren Breiten sicher winterfest ist. Diese Pflanzen haben allerdings auch kaum Aroma, da sie nur wenige ätherische Öle enthalten. Der empfindliche französische Estragon sollte während der kalten Monate im Haus überwintern oder aber in einer geschützten Ecke auf Balkon oder Terrasse. Er kann sich nicht gut gegen andere Pflanzen durchsetzen, daher wächst er am besten in einem eigenen Topf oder Balkonkasten, wo Unkräuter zügig entfernt werden können. Außerdem mag er keine Staunässe, darf aber auch nie austrocknen.

Fichtenspitzen / Tannenspitzen / Douglasie

Die frisch gewachsenen Nadelspitzen der Fichten verströmen ein angenehmes ätherisches Öl. Man kann sie selbst sammeln (vorher den Waldbesitzer fragen!), solange sie frisch sind. Das sieht man schon an der hellgrünen Farbe im Gegensatz zu den restlichen Nadeln. Die beste Zeit ist der Mai. Sie können die Fichtenspitzen entweder frisch verarbeiten oder auch trocknen. Getrocknet können Sie beispielsweise einen Tee daraus zubereiten oder sie wie die frischen Fichtennadeln weiterverarbeiten.
Lecker ist beispielsweise eine Kräuterbutter aus kleingehackten frischen Fichtennadeln, abgeschmeckt mit Zitronensaft (oder Zitronenschale) und Salz. Ansonsten kann man eine Art Honig aus den Nadeln zubereiten. Zuerst die Nadeln in Wasser aufkochen, abkühlen lassen und ein paar Tage stehen lassen. Anschließend halb und halb mit gutem Honig (Imkerhonig) mischen und im Kühlschrank aufbewahren. Entweder wegen des leckeren Geschmacks genießen oder bei Erkältungen als Medizin einnehmen.

Galgant – Galanga – Thai-Ingwer

Galgant ist nah verwandt mit dem Ingwer. Wo die Chinesen mit Ingwer würzen, tun das die Thailänder mit Galgant. Zudem spielt er eine wichtige Rolle in der indonesischen Küche. Trotz der Ähnlichkeit zu Ingwer variiert der Geschmack. Galgant enthält viel mehr Bitterstoffe und hat auch einen seifigen Beigeschmack. Verwendet wird die Wurzel bei Verdauungsbeschwerden und Magenschmerzen. Galanga ist Bestandteil thailändischer Würzpasten, Currygerichte und ist wichtiger Bestandteil vieler Suppen. Galanga schmeckt gut zu allen möglichen Speisen, von pikant bis zu süß. In Eintöpfen sowie zu Geflügel, Lamm, Fisch und Meeresfrüchten lässt man ihn mitkochen. Dazu schneiden Sie die frische Knolle in dünne Scheiben oder verwenden alternativ das Pulver der getrockneten Wurzel. Oft ist Galgant auch Bestandteil von Schwedenbitter. Auch Hildegard von Bingen empfahl die Einnahme der Wurzel zur Förderung der Verdauung, er ist ein wichtiges Gewürz in der Hildegard-Küche.

Giersch

Das bekannte „Unkraut“ Giersch schmeckt sehr würzig. Der Geschmack liegt irgendwo zwischen Möhre und Petersilie. Verwendet werden die zarten Blätter und die Blütenknospen. Giersch wird meistens frisch verzehrt, zum Beispiel kleingehackt in Kräuterquark oder im Salat. Das Kraut soll zudem entzündungshemmend wirken. Traditionell wurde Giersch bei Gicht verwendet. Die Blätter können zudem als Tee getrocknet werden. Zu den wertvollen Inhaltsstoffen gehört auch das Vitamin C.

Ingwer

Eine alte Heilpflanze, die in China schon seit mehr als 3000 Jahren angewandt wird und als „König der Gewürze“ bekannt. Bei uns ist Ingwer erst seit 1997 im Einsatz. Ingwer ist eine Wurzel und enthält eine Vielzahl an Inhaltsstoffen, darunter viele Mineralstoffe, Vitamin C und ätherische Öle. Für den scharfen Geschmack ist das Gingerol verantwortlich sowie weitere Scharfstoffe. Diese Schärfe bringt Wärme in den Körper. Genau diese Stoffe sind auch verantwortlich für einen Großteil der medizinischen Wirkung, was Viren und Bakterien angeht. Diese Wirkungen machen Ingwer auch zur einer tollen Heilpflanze während der Erkältungszeit. Darüberhinaus soll Ingwer schmerzstillend wirken, ähnlich wie die bekannte Acetylsalicylsäure im Aspirin.

Wichtig für die Zubereitung: Ingwer nicht schälen, da viele der Inhaltsstoffe sich in der Schale befinden. Achten Sie auf biologische Ware. Interessant ist, daß sich einige der Wirkstoffe (vor allem die für den Magen) erst beim Trocknen bilden, während andere dabei verloren gehen. Wenn Sie sich einen Ingwertee aufkochen, verwenden Sie darum idealerweise den frischen und den getrockneten Ingwer gleichermaßen. Zum Aufkochen können Sie die Ingwer-Knolle in schmale Scheiben schneiden oder aber reiben. Beim Reiben achten Sie darauf, den Ingwer sofort weiter zu verarbeiten, zum Beispiel ihn sofort ins Wasser zu geben, damit die ätherischen Öle sich nicht verflüchtigen.

Johanniskraut

Das Johanniskraut wird ebenfalls als Tee zubereitet oder in Kapselform eingenommen. Es wird beruhigend und stimmungsaufhellend, allerdings nur bei regelmässiger Verwendung über längere Zeit. Weiterlesen: Johanniskraut

Karde

In letzter Zeit hört man wieder öfters von der Karde, die allgemein stärkend auf das Immunsystem wirken soll. Ihre Wurzel soll u.a. bei der gefürchteten Borreliose helfen. Für die Anwendung als Tee können Sie die frische oder getrocknete Wurzel aufkochen (ca. 1 TL pro Tasse). Noch wirksamer soll eine Tinktur aus der Wurzel wirken. Dafür legt man die Wurzel einige Wochen in Wodka, Schnaps oder ähnlich Hochprozentiges ein. Anschließen nimmt man 3 x täglich von dieser Tinktur ein. Empfohlen werden dabei Mengen von wenigen Tropfen bis hin zu mehreren Esslöffeln. Sie können das Teekraut, den Extrakt oder die Tinktur auch fertig bestellen: Karde

Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke wächst überall an Wegrändern und im Wald. Das Aroma erinnert sehr an Knoblauch. Manchen schmeckt es sogar besser als das Original. Verwenden können Sie die Blätter vor und während der Blüte sowie die Blüten selbst. Kleingehackt als Pesto, in Kräuterquark, Kräuterbutter und im Salat verzaubert sie durch ihr leckeres Aroma.

Kümmel

Der Kümmel soll sich zur Magenstärkung und als blähungshemmend bewährt haben und ist deswegen traditionell Bestandteil vieler Gerichte. Ob im Quark, zu Kartoffeln oder auch als Tee aufgebrüht ist Kümmel beliebt bei Jung und Alt.

Löwenzahn

Auch beim Löwenzahn schmecken die jungen, zarten Blättchen am besten. Diese sollten Sie idealerweise ernten, bevor die Pflanze blüht. Wem selbst diese Blätter trotzdem noch zu bitter sind, der kann sie vor dem Verzehr einige Stunden in Wasser einlegen. Später im Jahr schmeckt der Löwenzahn sehr bitter. Wenn Sie unbedingt weiter ernten möchten, pflücken Sie immer nur die kleinsten Blätter sowie die Knospen der neuen Blüten. Auch medizinisch kann der Löwenzahn genutzt werden. Auf Grund seiner Bitterstoffe regt er die Verdauung an und wird traditionell bei Völlegefühl und Blähungen angewandet. Auch harntreibend soll er wirken und das ganz ohne die entmineralisierende Wirkung chemischer Mittel. Löwenzahn enthält eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe, so auch Vitamin A und Vitamin C.

Lorbeer

Lorbeer oder Gewürzlorbeer ist ein lange bekanntes Gewürz in der Küche. In Deutschland werden meistens die ganzen Blätter bei deftigen Gerichten mitgekocht oder mitgebraten. In Südeuropa wird auch gerne das Pulver, also das pulverisierte Lorbeerblatt zum Würzen verwendet. Darüberhinaus werden dem Lorbeer sogar Heilwirkungen bei Verdauungsproblemen, Schmerzen, Muskelverspannungen, Gelenkproblemen, Infekten und Diabetes.

Mädesüß

Die Blüten der Heilpflanze Mädesüß wurden, ähnlich wie die Weidenrinde, vor der Erfindung des Aspirin als Tee bei Kopfschmerzen eingesetzt. Sie enthalten entzündungshemmende Stoffe.
Sie können aber auch die leicht süßlichen Blätter verwenden. Früher nahm man diese zum Aromatisieren von Wein und Met. Sie können die Blätter auch pürieren und ein aromatisches Gelee daraus zubereiten. Natürlich können Sie auch die Blüten dafür verwenden. Sie verströmen einen zarten Honig- oder Mandel-Duft. Auch die Wurzeln sind essbar.

Melisse – Zitronenmelisse

Durch den bekannten Klosterfrau Melissengeist hat sich die Melisse in der Pflanzenheilkunde schon lange bekannt gemacht. So soll die Melisse nicht nur beruhigend und schlaffördernd sein, sondern auch krampfstillend und bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden helfen. Neben der weißen Melisse ist die Zitronenmelisse als Küchen- und Teekraut bekannt und beliebt. Der leicht zitronige Geschmack, der auch Kindern gefällt, gab diesem Teekraut den Namen Zitronenmelisse. Weiterlesen: alles über die Melisse

Monarde – Indianernessel – Goldmelisse

Die Scharlach-Monarde kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist bei uns bisher überwiegend als Zierpflanze in den Gärten anzutreffen. Es handelt sich aber auch um eine Heil- und Duftplanze. Sowohl die Blüten als auch die Blätter sind essbar. Man kann sie roh verzehren oder kochen und ihr Aroma verfeinert auch Desserts und Obstsalat. Außerdem kann man alle Pflanzenteile frisch oder getrocknet als Tee aufbrühen, der sog. Oswego-Tee. Hier können Sie die Stauden wie auch die Samen bestellen: Monarden

Muskatellersalbei

Auf den ersten Blick denkt man nicht unbedingt an Salbei, wenn man die üppig blühende zweijährige Staude des Muskatellersalbei sieht und/oder riecht. Salvia sclarea wird auf englisch „clary sage“ genannt. Im ersten Jahr bildet sich eine Rosette aus und im zweiten Jahr blüht die Pflanze. Wenn der Standort stimmt, sät sie sich zuverlässig wieder aus. Der Boden sollte nicht zu lehmig sein. Wenn es im Winter nicht unter 15 Grad wird, ist die Staude winterhart.
Der Muskatellersalbei ist sogar eine der größten und am meisten und längsten blühenden Salbei-Arten. Der Duft ist sehr penetrant, man liebt ihn oder man empfindet ihn als unangenehm. Allgemein soll der Geruch Männern besser gefallen als Frauen. Vielleicht liegt es daran, dass die Pflanze östrogenartige Stoffe verströmt…
Verwenden kann man Kraut und Blüten der Pflanze, wobei die Heilwirkungen im Großen und Ganzen denen des normalen Salbei entsprechen. Zudem soll der Duft bei Streß, Migräne und Depressionen helfen, wozu es aber keinerlei Studein gibt. Verwendet wird neben dem Teekraut auch das ätherische Öl. Hier finden Sie Samen und Pflanzen vom Muskatellersalbei und hier das Teekraut und hier das ätherische Öl. Das Teekraut kann auch zum Räuchern verwendet werden.
Sein Name stammt übrigens daher, daß früher die Blüten zur Verbesserung von schlechtem Wein benutzt wurden. Ein paar Tage in das Getränk eingelegt, verbessert sich dessen Aroma. Sie können die kleinen Blüten auch zum Aromatisieren von anderen Getränken nutzen, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Probieren Sie es doch mal mit Wasserkefir, Kombucha oder einfach mit Wasser.

Pfefferminze

Es gibt unzählige, verschiedene Arten der Minze, wobei bei uns die Pfefferminze wohl die bekannteste ist. Sie soll eine umfassende Wirkung haben, besonders als belebend und magenstärkend. Auch bei Erkältungen und Schleimhautentzündungen wird die Pfefferminze gerne als Tee genommen. Sie können Pfefferminze inhalieren, als Tee trinken oder in Form von Pfefferminzöl einnehmen. Weiterlesen: alles über die Pfefferminze

Rosmarin

Obwohl der Rosmarin überwiegend als Küchengewürz eingesetzt wird, ist er durchaus auch als Rosmarintee wirksam. Er soll erfrischend, belebend und verdauungsförderung wirken.
Die meisten Köche verwenden Rosmarin zum Würzen von Fleisch verwendet, denn er fördert die Verdauung. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird das Heilkraut vorwiegend äußerlich angewandt. Als Bäder und als Kräuterkissen soll es bei Kreislaufschwäche und Rheuma helfen.

Salbei

Der Salbei kann sowohl innerlich und als Tee wie auch äußerlich, als Bad oder zum Einreiben angewandt werden. Man sagt dem Salbei eine Wirkung bei Entzündungen des Mundraums, des Rachenraums und bei Magen- und Darmstörungen nach. Weiterlesen: alles über Salbei

Süßdolde

Die Süßdolde schmeckt leicht süßlich nach Anis/Lakritz und schmeckt im Tee sehr lecker. Man kann aber auch mit ihr kochen. Verwendet werden die Blätter, die ein wenig an Farn erinnern, oder auch die ausreifenden Samen.
Bei der Süßdolde handelt es sich um eine starkwüchsige, mehrjährige Süßdolde, die wie beispielsweise auch Dill und Kerbel zu den Doldenblütlern gehört. Der ideale Standort ist sonnig oder halbschattig.

Tannenspitzen / Tannennadeln

Gleiche Anwendung und Verarbeitung wie die Fichtenspitzen (siehe oben).

Umckaloabo

Umckaloabo heisst mit deutschem Namen Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides). Man nennt die Pflanze auch „pflanzliche Antibiotikum“. Aus der Familie der Pelargonien kennen wir auch die Geranie. Als Alternative oder Ergänzung zu Antibiotika hat sich die afrikanische Heilpflanze in den letzten Jahren auch bei uns einen Namen gemacht. Hauptsächlich wird die Wurzel des Phytotherapeutikums bei akuter Bronchitis eingesetzt, so steht es auf der Packungsbeilage von Umckaloabo.

Vogelmiere

Die Vogelmiere wächst in vielen Gärten und auch draußen auf Wiesen und am Waldrand. Die schmeckt lecker in Salat, Kräuterquark und Kräuterbutter. Der Geschmack ist leicht seifig, aber angenehm. Vogelmiere enthält wertvolle Inhaltsstoffe, beispielsweise Saponine. Aus diesem Grund kann sie Juckreiz lindern und wird gelegentlich bei Schuppenflechte und Neurodermitis empfohlen.

Waldmeister

Ende April/Anfang Mai blüht der Waldmeister. Kurz davor oder noch besser, direkt mit der beginnenden Blüte, ist genau die richtige Zeit, um das angenehm duftende Kraut zu ernten. Früher kannte jeder diese Pflanze schon wegen der legendären Waldmeister-Bowle. Dann kam der leicht berauschende Inhaltsstoff Cumarin in’s Gerede und der Waldmeister wurde schnell unmodern. In hohen Dosen soll Cumarin Benommenheit, Kopfschmerzen und bei Überdosierung sogar Leberschäden hervorrufen. Deswegen ist der Verzehr für Kinder nicht empfehlenswert. In geringen Dosen (z.B. 1 Tasse Tee) soll Waldmeister gegen Kopfschmerzen und beim Einschlafen helfen.
Zum Würzen von Bowle, Süßspeisen und anderen Flüssigkeiten benötigen Sie nur wenige Pflanzen. Richtig dosiert, sollten keine unangenehmen Nebenwirkungen zu erwarten sein. Man lässt die Blätter leicht anwelken und hängt sie dann 20 Minuten kopfüber in die Bowle. Das so aromatisierte Getränk kann auch nicht-alkoholisch sein, z.B. aus Kombucha, Wasserkefir oder Apfelsaft bestehen.
Für den Garten ist Waldmeister ideal, um Schattenbereiche zu bewachsen. Doch Vorsicht, wenn Sie nicht aufpassen, nimmt die Pflanze bald das ganze Beet ein. Doch unter Bäumen und Sträuchern im Schatten ist oft genau das gewünscht. Im Frühjahr werden Sie von der herrlichen weissen Blütenpracht belohnt. Hier finden Sie die Pflanze für Ihren Garten: Waldmeister

Walnussblätter

Ein Tee aus Walnussblättern soll blutreinigend wirken. Eine blutreinigende Wirkung braucht man immer dann, wenn die Haut nicht in Harmonie ist d.h. bei Ekzemen, Ausschlägen, Akne. Der Körper zeigt so, dass er bestimmte Stoffe z.B Umweltgifte oder Schwermetalle nicht ausscheiden kann und versucht es über die Haut. Auch bei Rheuma und Gicht soll der Tee dem Körper den Impuls geben, diese Stoffe auszuleiten. Die Wirkung der Walnussblätter soll dabei entgiftend und ausleitend wird. Es wird empfohlen, bei solchen und ähnlichen Beschwerden eine Kur zu machen, d.h. 2-4 Wochen täglich 1-2 Tassen Walnussblättertee trinken. Die Blätter können Sie selbst sammeln, wenn Sie wissen wo ein Walnussbaum steht. Vorsicht allerdings, denn vom Pflücken der frischen Blätter werden die Hände erst grün und dann braun, was wochenlang nicht weggeht. Das liegt an den enthaltenen Tanninen (Gerbstoffen), die vermutlich auch für die Heilwirkung verantwortlich sind. Ansonsten können Sie die Blätter auch getrocknet online bestellen: Walnussblätter

Weide

Die Weidenrinde ist ein uraltes Heilmittel. Sie wurde traditionell bei Kopfschmerzen, Arthrose, Rückenschmerzen und Rheuma angewendet. Heute wird die Anwendung wieder populärer, da  weniger Nebenwirkungen auftreten als beim Einsatz herkömmlicher Medikamente. Die Borke enthält nämlich entzündungshemmende Stoffe, die denen in Aspirin und ASS ähneln. Die Rinder können Sie beispielsweise als Tee aufbrühen. Die Blätter der Weide setzte man früher als harntreibendes Mittel ein.

Zimt

Der bei Backwaren und Süßspeisen so beliebte Zimt soll gegen Verdauungsbeschwerden helfen. Als ätherisches Öl wird es zur Durchblutungsförderung eingesetzt. Zimt kann auch für Diabetiker interessant sein. Ganz modern wird der Zimt im BPC (Bulletproof Coffee) eingesetzt.

Zitronenverbene – Zitronenstrauch

Diese Verbene ist auf Grund ihres herrlichen Zitronenaromas eine hervorragende Teepflanze. Auch beim Trocknen bleibt das Aroma erhalten. Außerdem können Sie die Zitronenverbene auch zum Würzen von Süßspeisen, Obstsalat und Getränken nutzen. Auch Limonade und Sirup lässt sich darauf herstellen. Der große Vorteil gegenüber anderen Würzpflanzen ist, dass die Aromastoffe sich hier in den Blättern befinden und man nicht auf die Blüten warten muss. Rezepte finden Sie daher auf unserer Blütenseite.
Leider ist die Zitronenverbene nicht winterhart. Man kann sie aber im Herbst komplett zurückschneiden und auch in einem dunklen Keller überwintern und nur ab und zu gießen. Im nächsten Jahr ab Mitte Mai wieder nach draußen pflanzen.

Zwiebelgewächse

Die allseits beliebte Zwiebel soll beispielsweise bei Appetitlosigkeit helfen und die Blutfettwerte senken. Außerdem soll die Zwiebel auch vorbeugend gegen altersbedingte Gefäßerkrankungen helfen, wobei der Knoblauch – ebenfalls ein Zwiebelgewächs, noch wesentlich wirksamer sein soll.