Weisser Tee

Weißer Tee – edel und gesund

Weisser Tee punktet durch seinen besonders milden Geschmack, wird er doch auch nur im Frühling aus den weißlichen, noch ungeöffneten Blattknospen hergestellt.

Weisser Tee
Weisser Tee Zubehör

Im Gegensatz zu seinen “Brüdern“, dem Grünen und dem Schwarzen Tee, ist Weisser Tee erst in den letzten Jahren auf dem Weg ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Dies liegt vermutlich an seiner Geschichte: Jahrhundertelang war er ausschließlich dem chinesischen Kaiser vorbehalten.

Dabei enthält der Weiße Tee weniger Bitterstoffe und ist deshalb verträglicher für den Magen.

Allein der Herstellungsprozess bewahrt bis heute einen Hauch von Exklusivität – die jungen Zweigspitzen der Teesträucher werden nämlich bei Sonnenaufgang im Frühling beerntet. Hierbei pflückt man nur die jungen Teeknospen. Sie werden nur kurz und schonend anfermentiert (halbfermentiert) und dann schnell getrocknet, sodass der weiße Flaum auf ihnen erhalten bleibt.

Heutzutage wird der Weiße Tee in vielen Tee-Anbaugebieten in Asien und Afrika geerntet. Je nach Teeregion unterscheidet sich das Aroma stark.

 

Weißer Tee – welche Sorten gibt es?

Da Weisstee je nach Anbaugebiet einen anderen Geschmack hat, stellen wir Ihnen hier die wichtigsten Sorten vor.

Eine der bekanntesten und auch beliebtesten Sorten von Weißtee aus China ist „Pai Mu Tan„, was auf deutsch soviel heißt wie „Weiße Pfingstrose“ und auf englisch „White Peony“.

Zu den hochwertigsten Teesorten von Weißem Tee gehört der chinesische Silver Needle-Tee, auf deutsch Silbernadel (Yin Zhen). Für diese Teesorte werden nur ganz besonders junge und zarte Triebe verwendet, deshalb ist die angebotene Menge limitiert. Diese Sorte kommt aus der Region Fuding in China, aus der die beste Qualität kommt.

Recht beliebt ist auch Weißer Darjeeling kommt aus der gleichnamigen Teeregion in Indien, die auf Grunde von Boden und Klima eine der besten der Welt für Schwarzen Tee ist. Zwar liegen die besten Teeanbaugebiete für Weißen Tee in China, doch auch der Weiße Darjeeling wird gern getrunken. In der Tasse ist der Darjeeling White-Tee hellgelb-golden. Das Aroma ist blumig und leicht süßlich.

Weißer Ceylon (Silberspitzen/Silver Tip) ist ein etwas herber, gold-gelblicher Tee. Sein Herkunftsgebiet ist Sri Lanka und sein Aroma leicht fruchtig. Es ist einer der besten Weißen Tess und trägt zu Recht den Beinamen „Kaiser unter den Tees“.

Der grüne Tee White Monkey aus China ist ebenfalls nur in begrenzten Mengen verfügbar. Er gehört zu den hervorragenden Weißen Teesorten. Der Name, der auf deutsch „Weißer Affe“ bedeutet, stammt aus alten Zeiten, als die Teeblätter noch von Affen gepflückt wurden. Heute erfolgt die Ernte durch den Menschen und beschränkt sich auf wenige Tage im Jahr, in denen dieser Weiße Tee die gewünschte Qualität aufweist. Die Farbe in der Tasse ist hellgrün. Der Geschmack ist lieblich.

Ebenso selten ist die chinesische Sorte Snow Buds (Xue Ya), die in um die 1000 m hohen Lagen in Fuding im Südosten Chinas angebaut wird. Vom Geschmack her geht der Snow-Bud-Tee ein wenig in Richtung Grüner Tee.

Der weiße Oolong-Tee White Downy zeigt sich hellgelb in der Tasse. Sein Geschmack ist mild, doch auch aromatisch mit einer leicht süßlichen Note. Man erntet nur die Blattknospen, wenn sie im Frühjahr einen weißen Flaum tragen.

Der Engelshaar-Tee China Mao Feng gehört zu den besten Teesorten Chinas. Dieser Weiße Tee besticht durch seinen weichen, blumigen und leicht süßen Geschmack. Der Name kommt von der langen, schmalen Form der grünen Teeblätter. In der Tasse zeigt der Tee eine hellgrüne Farbe.

Tee-Mischungen grün & weiß
Die milde Sorte Bai Long (Weißer Drache) wird traditionell aus verschiedenen Weißtee-Sorten gemischt und mit einem grünen Tee oder einem schwarzen Tee geschmacklich abgerundet.

 

Weißer Tee – Inhaltsstoffe und Wirkung

Wie im grünen und schwarzen ist auch im Weißtee Koffein und Theophyllin enthalten, daneben auch Vitamin E, Vitamin C und sekundäre Inhaltsstoffe.

Insgesamt profitieren die Inhaltsstoffe von der knappen Fermentationsdauer. So punktet der Weiße Tee mit einem Polyphenolgehalt, der weitaus höher ist als bei Grünem und Schwarzem Tee.

Die Polyphenole aber gelten als hochwirksame Antioxidantien. Das bedeutet, sie fangen schädliche Zellen im Körper, die sogenannten freien Radikalen, ab und machen sie unschädlich. Weiterhin sollen Polyphenole eine gute Wirkung auf den Darm haben.

Der hohe Polyphenolspiegel soll so gesund für den Körper sein, dass ihm eine vorbeugende Wirkung vor Grauem Star und sogar vor Krebs nachgesagt wird.

Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Sie den Weißen Tee regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg trinken. Dann soll er sogar den Blutdruck senken.

Ein weiterer positiver Effekt des Weißen Tees ist seine Wirkung auf die Fettzellen des Körpers. Laut neuester Studien soll er deren Neubildung aus körpereigenen Vorstufen verhindern und zudem dafür sorgen, dass in bereits vorhandenen Fettzellen weniger Fett eingelagert wird.

Das Vitamin C, das bei richtiger Zubereitung in den Teeblättern enthalten ist, fördert die Aufnahme der Polyphenole im Darm.

 

Zubereitung von Weißem Tee

Damit das Vitamin C in den Teeblättern bei der Zubereitung nicht zerstört wird, ist es wichtig, dass Sie ihn nicht mit kochendem, sondern lediglich mit ca. 75 Grad Celsius heißem Wasser aufbrühen. Am besten kochen Sie hierfür das Wasser einmal auf und lassen es dann einige Minuten abkühlen, bevor Sie es über die Weißen Teeblätter gießen.

Die Polyphenole selbst werden übrigens durch die Erhitzung nicht zerstört.

Genau wie beim Grünen und Schwarzen Tee können Sie übrigens beim Weißen Tee die Blätter mehrmals aufgießen. Der zweite und dritte Aufgruß soll dann auch mit kochendem Wasser erfolgen. Sie erhalten dann jedes Mal einen etwas anderen Geschmack – ein wahrhaft kaiserlicher Teegenuss!

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